Faustball
Estermann und Co. verpassen Medaille

Vierter WM-Rang für die Schweiz, mit drei Spielerinnen des STV Schlieren im Kader.

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Limmattaler Zeitung

Eine Medaille sollte es sein, ein vierter Platz ist es geworden: Die Schweizer Faustballerinnen, bei denen mit Michelle Fedier, Monika Thalmann und der Rekordinternationalen Simone Estermann drei Spielerinnen des STV Schlieren dabei waren, unterlagen an der WM in Chile zuerst im Halbfinal Deutschland, bevor auch das Spiel um Bronze gegen Österreich mit 1:3 verloren ging. Den Weltmeistertitel gewann Brasilien.

Bereits die Vorrunde verdeutlichte, dass es kein Spaziergang für die Schweizerinnen werden wird, um die anvisierte WM-Medaille zu gewinnen. Nach zwei Siegen gegen Argentinien und Chile folgten die Niederlagen gegen Österreich und Deutschland. Trotz des anschliessenden 3:1-Erfolgs über Brasilien musste man sich über die Zwischenrunde für den Halbfinal qualifizieren. Argentinien, ansonsten ein Gegner, welcher man klar besiegt, war motiviert und stand sehr kompakt. Der Gegner wurde sichtlich unterschätzt und als man dies bemerkte, war es beinahe zu spät. Doch glücklicherweise liessen die Kräfte bei den Südamerikanerinnen im Endscheidungssatz nach, sodass die Schweizer Frauen dank einem 11:8-Sieg doch noch den Halbfinal erreichten.

Das Halbfinalspiel gegen Deutschland wurde zur Machtdemonstration des Gegners. Die Schweizerinnen waren schlicht chancenlos, was das 0:3 deutlich unterstreicht. Da Österreich Brasilien mit 0:3 unterlag, kam es im Spiel um Bronze zum Duell gegen das Team Austria, welches die Schweiz dann mit 1:3 verlor. Damit verlassen die Schweizerinnen wie bereits vor vier Jahren in Jona eine WM ohne Medaille. Dies ist ein herber Rückschlag, nachdem das Team vor einem Jahr noch den Europa-Meistertitel gewonnen hat. (liZ)