Limmattaler Tennismeisterschaften
«Es gibt immer wieder coole Begegnungen»: Wenn man vor eigenem Publikum spielt

Bei den Limmattaler Tennismeisterschaften kennt man einander und schätzt die Atmosphäre.

Michel Sutter
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Sven Flückiger bereitet sich auf die Limmattaler Tennismeisterschaften vor.

Sven Flückiger bereitet sich auf die Limmattaler Tennismeisterschaften vor.

Zur Verfügung gestellt

Ab nächstem Mittwoch kommen die Tennisfans im Limmattal wieder voll auf ihre Kosten: Die Limmattaler Tennismeisterschaften starten. Um Punkte kämpfen wird auch Sven Flückiger. Der 23-Jährige, der beim TC Engstringen spielt, hat schon mehrmals an den Limmattaler Tennismeisterschaften teilgenommen. An einen grossen Erfolg erinnert er sich noch: «Ich habe mal den Fairplaypreis gewonnen», sagt er und lacht. Zudem sei er auch schon im Finale gestanden.

In diesem Jahr tritt der als R5 klassierte Oberengstringer in der Kategorie R4/R6 an. «Ich spiele praktisch jedes Jahr mit, sofern ich nicht verletzt bin», sagt er. Worin besteht seine Motivation, am Turnier mitzuspielen? «Es gibt immer wieder coole Begegnungen, weil viele Kollegen mitspielen, die man kennt.» Zudem sei der grosse Vorteil, dass das Turnier in der Region stattfinde – in diesem Jahr unter anderem sogar auf jener Anlage, auf der Flückiger regelmässig trainiert. «Das ist ein Vorteil», findet der 23-Jährige und erklärt: «Man ist zwar nervöser, wenn man bei seinem Heimclub antritt, aber dadurch ruft man auch die bessere Leistung ab.»

Limmattaler Tennismeisterschaften: Das Turnier im Überblick

Bis 23. August findet mit dem Open 1 der erste Teil des traditionsreichen Turniers statt, vom 23. bis 27. August der zweite Teil, bei dem unter anderem die Junioren spielen. In diesem Jahr werden die Partien auf den Anlagen der Tennisclubs Engstringen, Unterengstringen und Harlachen ausgetragen.

Schlag von Federer kopiert

Allzu hohe Erwartungen hat Flückiger in diesem Jahr jedoch nicht, da er sich nicht so gut vorbereiten konnte. «Ich hoffe einfach, dass ich die erste Runde überstehe», sagt der Federer-Fan, der sich von seinem Vorbild einen spektakulären Schlag abgeschaut hat: den Tweener, den Schlag durch die Beine, den Federer zeigt, wenn er am Netz steht, mit einem hohen Ball des Gegners überlistet wird und zurückrennen muss, um den Ball noch zu erwischen. «Er gelingt mir aber nicht immer», fügt Flückiger hinzu.

Ebenfalls Fan von Roger Federer ist Mara Koch. Und die Zwölfjährige hat offenbar dieselbe Siegermentalität wie der Superstar. Denn sie hat in der Kategorie der Juniorinnen das Turnier zweimal gewonnen: 2014 und 2015. Und das bei erst drei Teilnahmen. «Viele haben mir nach den beiden Turniersiegen gratuliert», sagt sie. «Ich war auch stolz, das geschafft zu haben. Es ist eine schöne Erinnerung.»

Für die als R7 klassierte Koch ist das Turnier auch ein Wiedersehen mit Gegnerinnen, mit denen sie befreundet ist. Sie sieht darin auch einen Nachteil: «Das macht es schwieriger, weil man dann erst recht gewinnen möchte.»

Mit den Siegen hat es für Koch im vergangenen Jahr bis zum Final geklappt. Am Ende wurde sie Zweite. In diesem Jahr hat sich das Nachwuchstalent aus Boppelsen das Ziel gesetzt, das Turnier wieder zu gewinnen – zumindest bei den Juniorinnen. Denn Koch startet dieses Jahr auch bei den Aktiven. «Dort ist es mein Ziel, alles zu geben», sagt sie. «Und es wäre cool, ein Spiel zu gewinnen.» Am liebsten auf der Anlage des TC Harlachen, jenes Clubs, in dem sie auch Mitglied ist.

Christina Brunner (39) Dietikon «Wenn ich am Meer bin, schwimme ich viel. Im Sommer bin ich aber schon aktiver als während der kalten Tage.»
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Sandra Felge (47) Ennetbaden «Die Jahreszeit spielt keine Rolle, ich bewege mich einfach gern.»
Christian Bertschinger (48) Dübendorf «Ich gehe zweimal in der Woche ins Fitness. Daneben schwimme ich gern und fahre mit dem Velo – zu jeder Jahreszeit.»
Dalil Ismael (29) Zürich Altstetten «Ich treibe im Winter mehr Sport. Viermal pro Woche gehe ich ins Fitnessstudio. Im Sommer reduziert sich das Ganze etwas.»
Fritz Schreck (76) Dietikon «Ob Winter oder Sommer, das spielt keine Rolle. Wandern kann man das ganze Jahr über.»
Edi Cincera (73) Uitikon «Bewegen tue ich mich gleich viel. Ich bin oft als Wanderer unterwegs. Ich gehe auch gerne laufen und bin bis vor kurzem viel Ski gefahren und habe Langlauf gemacht.»

Christina Brunner (39) Dietikon «Wenn ich am Meer bin, schwimme ich viel. Im Sommer bin ich aber schon aktiver als während der kalten Tage.»

Zoé Iten

Mit der Gegnerin beim Apéro

So ambitiös wie Koch ist Graziella Brawand nicht. Die Dietikerin, die als R4 klassiert ist, hat sich bei den Limmattaler Tennismeisterschaften vor allem aus praktischen Gründen angemeldet. «Das Turnier ist gut organisiert», lobt die 59-Jährige. «Ausserdem spiele ich gerne in der Nähe, ich fahre nicht gern so weit für ein Turnier.» Ein weiterer Vorteil: Man könne an einem Wochenende spielen und müsse sich nicht zwei Wochen freihalten wie bei anderen Turnieren.

Doch Brawand, die schon Grand-Slam-Turniere in Paris und Melbourne live verfolgt hat, schätzt auch die Atmosphäre, die am Turnier herrscht. «Ich kenne jeweils viele Leute», sagt sie. «Man trifft einander und sitzt dann beim Apéro zusammen. Dieses Gesellschaftliche gehört für mich dazu.»