2. Liga Fussball
Ersatzgeschwächtes Schlieren mit 9 Toren und bester Unterhaltung

Schlieren gewinnt weiter. Das spektakuläre 5:4 in Einsiedeln war der vierte Dreier in Folge. Emanuele Preite traf dreimal. Und: In die Trainerfrage kommt Bewegung.

Ruedi Burkart
Drucken
Teilen
Nach dem Schlusspfiff jubeln Schlieren-Stürmer Preite und Sportchef Gianni Votta (von links) über den vierten Sieg in Serie.

Nach dem Schlusspfiff jubeln Schlieren-Stürmer Preite und Sportchef Gianni Votta (von links) über den vierten Sieg in Serie.

Ruedi Burkart

Gratulation, FC Schlieren! Mit einer einmal mehr stark ersatzgeschwächten Mannschaft hielten die Limmattaler in Einsiedeln den besten Angriff der Gruppe in Schach und entführten drei Zähler aus dem Klosterdorf. Weil der Tabellenzweite YF Juventus II weiterhin schwächelt (1:4 gegen Red Star II), blinzelt Erfolgstrainer Antonio Caputo jetzt ganz offiziell nach oben. «Mit dem Abstieg sollten wir nichts mehr zu tun haben. Mal schauen, wohin wir es bis Ende Saison noch schaffen.» Sechs Runden vor Schluss liegen die Schlieremer noch sieben Zähler hinter Rang 2.

Die Gunst der Stunde genutzt

Gestern lief alles, aber auch alles, für die Limmattaler. Nach 120 Sekunden mähte Einsiedelns Auf der Maur im Strafraum Schlierens Baumann um – Penalty. Preite traf zum 0:1. Als die Partie nach einer halben Stunde beim Stand von 2:2 zu kippen drohte, pfiff Ref Aliti erneut Elfmeter für Schlieren. Und nicht nur das, er schickte Einsiedelns Egger für seine Intervention an Gullo vorzeitig unter die Dusche. Ein zumindest diskutabler Entscheid. Nun denn, Preite liess sich nicht zweimal bitten und traf zum 2:3. Fünf Minuten vor der Pause war schliesslich erneut der Schlieremer Stürmer, welcher das 2:4 erzielte. Und als Karadza nach einer Stunde einen Konter gar zum 2:5 abschloss, schien alles gelaufen.

Doch die dezimierten Gastgeber fanden nochmals ins Spiel zurück. Der Anschlusstreffer zum 4:5 in der Nachspielzeit kam dann aber definitiv zu spät. So machte ein zufriedener FCS-Trainer Caputo seinem Team ein spezielles Geschenk. Er erklärte den heutigen Montagabend für trainingsfrei.

Wer in der kommenden Saison für Caputo die 1. Mannschaft als Trainer führen wird, ist noch nicht klar. Klar ist laut Sportchef Gianni Votta hingegen, «dass wir in den nächsten zwei Wochen Klarheit haben wollen.» Die einst 25 bis 30 Namen potenzieller Caputo-Nachfolger umfassende Liste soll auf fünf Namen zusammengekürzt worden sein.