Frauenhandball
Erneute Niederlage von Dietikon-Urdorf gegen ein stabiles Olten

«Schon wieder», das war wohl einer der meist gehörten Kommentare aus dem Lager von Dietikon-Urdorf nach dem Spiel gegen Olten. Das Spiel gegen Olten hat ganz klar die Schwächen und Stärken der F1 aufgezeigt. Sie verloren mit 13:24.

Tobias Zatti
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Nach der Niederlage gegen Olten muss von den Freiämterinnen gegen Basel eine Antwort folgen.

Nach der Niederlage gegen Olten muss von den Freiämterinnen gegen Basel eine Antwort folgen.

Michel Sutter

Die Stimmung vor dem Spiel war sehr gut, man hatte gut trainiert und freute sich auf das Spiel gegen ein Olten, obwohl man eher schlechte Erinnerungen aus dem Hinspiel mitgenommen hat. Genau diese Niederlage wollte man korrigieren und mit einem Sieg ins Wochenende starten.

Das Spiel begann seitens des HC Dietikon-Urdorf etwas zu nervös und viele kleine Fehler schlichen sich ein, was Olten mit ein paar schnellen Gegenstössen beantwortete und gleich mit vier Toren in Vorsprung ging. Auch die Verteidigung war zu Beginn des Spiels etwas verhalten und so war es für ein stabiles Olten möglich, ohne grossen Aufwand mit einem komfortablen Acht-Tore-Vorsprung nach 20 Minuten zu führen.

Distanz von zwei Toren

Die Gesichter wurden bereits etwas länger und ein gewisser Unmut machte sich unter den Limmattalerinnen breit. «So kann es nicht weitergehen», dachte sich auch Yagura (erstes Spiel nach längerer Verletzungspause) und versuchte die zweite Welle der Oltenerinnen zu stören, womit sie erfolgreich die Limmattalerinnen mit drei Toren in Folge wieder ins Spiel brachte.

Diese Tore waren sehr wertvoll, da man jetzt auch eine Reaktion in der Verteidigung sehen konnte. Bis zur Pause pendelte sich der Vorsprung auf fünf Tore ein (7:12) und gab Mut für die zweite Halbzeit.

Steigerung in der Verteidigung

Nach der Pause musste man zwar gleich zwei Tore in Folge von Olten hinnehmen, konnte aber den Ruck in der Verteidigung vor der Pause mitnehmen und in der zweiten Hälfte weiterleben. Es wurde wieder zugepackt und geackert und viele Bälle konnten so gewonnen werden. Auch im Angriff konnte man spüren, dass das Team will und schöne Chancen konnten herausgespielt werden.

Sobald der Ball über ein paar Stationen gespielt wurde, kamen die Limmattalerinnen zu sehr guten Chancen. Einziges Manko war, dass entweder beim letzten Pass die Genauigkeit gefehlt hat, zu spät entschieden wurde, wohin der Ball gehen soll, oder das Tor nicht getroffen wurde. So wuchs der Vorsprung von Olten wieder an und das Spiel endete mit einer klaren Niederlage (13:24).

Weiter gehts gegen Basel

Jetzt heisst es den Kopf nicht hängen lassen und gegen Basel an die zweite Halbzeit von Olten anknüpfen. Die Steigerung ist ganz klar im Abschluss benötigt und der Trainer sowie jede einzelne Spielerin ist nun gefragt, sich etwas einfallen zu lassen, wie der Ball wieder im Tor versenkt werden kann.

Weit weg ist man nicht und mit einer positiven Einstellung und gesundem Optimismus wird dies gegen Basel auch gelingen – es ist eine reine Kopfsache und das kommende Spiel wird zeigen, ob man der Aufgabe gewachsen ist. Aufgrund dessen dass im Abstiegskampf die direkten Gegner der HCDU Damen auch deutlich verloren haben, ist die Welt noch in Ordnung, aber für die weiteren Spiele kein Verlass.