Die Finalspiele der Frauen und der Männer glichen sich am Finaltag der Coop Beachtour wie eineiige Zwillinge. Die Spiele um Platz 3 endeten 2:0, in den Finals setzte sich diejenige Equipe im Tie-Break mit zwei Punkten Differenz durch, welche zuvor den Startsatz verloren hatte.

Schweizer Duell im kleinen Final

Im kleinen Final der Frauen trafen zwei Teams aus dem Schweizer Nationalkader aufeinander. Joana Heidrich aus Kloten mit Nadine Zumkehr, welche beide dem Olympiakader angehören, spielten gegen Isabelle Forrer / Anouk Vergé-Dépré, ihres Zeichens im B-Kader von Swiss Volley. Dass die Schweizer Teams aber nahe beieinander liegen, zeigte sich auch in diesem Spiel. Nachdem Forrer / Vergé-Dépré den Startsatz klar mit 21-10 für sich entscheiden konnten, schalteten Heidrich / Zumkehr einen Gang höher. Obwohl sie nun besser ins Spiel fanden, reichte es am Schluss knapp nicht. Mit der Minimaldifferenz von zwei Punkten behielten Forrer / Vergé-Dépré auch in diesem Satz die Oberhand und sicherten sich damit den 3. Schlussrang.

Schweizer Sieg bei den Frauen

Das Finale zwischen den Schweizer Tanjas Goricanec / Hüberli und den Spanierinnen Elsa Baquerizo / Liliana Fernandez war eine Neuauflage des Viertelfinals, in welchem die Spanierinnen mit 2-1 Sätzen siegten. Dieses Mal kam es aber anders. Die Tanjas fanden zu Beginn des Spiels nicht zu ihrer Bestleistung und verloren mit 14-21, doch danach zeigte sich ihr grosser Wille, den Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen und sich für die Viertelfinal-Niederlage zu revanchieren. Gegen die Weltnummer 8 aus Spanien gewannen sie den zweiten Durchgang ungefährdet mit 21-15. Im Tie-Break fanden die Spanierinnen, welche das Turnier in Zürich 2013 gewannen, nun aber wieder zurück zu ihrem starken Spiel und forderten den Tanjas Alles ab. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Entscheidungssatz siegte das Schweizer Duo, welches dem Swiss Volley Olympiakader angehört, mit 16-14. Goricanec las das Spiel der Gegnerinnen und holte in der Verteidigung fast jeden Ball und Hüberli stellte unter Beweis, dass sie letztes Jahr zu Recht als «Most Improved Player» (also «am meisten verbesserte Spielerin») der World Tour ausgezeichnet wurde.

3. Platz bei den Männern geht auch an Schweizer

Beim Spiel um Platz 3 der Männer gab es für die Austragungsstadt erfreuliche Nachrichten: Der Zürcher Alexei Strasser gewann mit seinem neuen Partner Nico Beeler gegen das österreichische Gastteam Simon Frühbauer / Jörg Wutzl. Dank sicherem Side-Out-Spiel und einer guten Block-Verteidigungs-Taktik setzten sie sich ungefährdet mit 21-15 und 21-14 durch.

Spektakel im Final der Männer

Im Final kam es zum Duell der aktuellen Landesmeister. Die Deutschen Meister und Titelverteidiger in Zürich, Erdmann / Matysik wurden von den amtierenden Schweizermeistern Philip Gabathuler / Mirco Gerson herausgefordert. Doch nicht nur deshalb versprach die Affiche Hochspannung – Gabathuler und Gerson befinden sich momentan auf dem 14. Rang der Weltrangliste, die Deutschen fungieren darauf gar auf Rang 10. Trotzdem gelang es Gabathuler / Gerson, den ersten Durchgang mit 21-18 zu gewinnen. Erdmann / Matysik reagierten aber postwendend und zeigten dem begeisterten Publikum, warum sie an der Weltmeisterschaft 2013 die Bronzemedaille geholt hatten. Mit ihrer individuellen Klasse zeigten sie Beachvolleyball, welches das Prädikat „Weltklasse“ verdient und sicherten sich den zweiten Durchgang. Wie bereits im Frauen-Final verlief der Entscheidungssatz auch hier äusserst ausgeglichen. Beide Teams hatten abwechslungsweise die Nase vorn und keinem gelang es, sich vorentscheidend abzusetzen. In der sogenannten «Money Time» – die Schlussphase des Spiels, welche über Sieg oder Niederlage entscheidet – waren es Erdmann und Matysik, welche das Geschehen diktierten und mit einem 15-13 Sieg die Titelverteidigung erfolgreich gestalteten.