Sqash Playoff-Final

Erfolgreiche Titelverteidigung beim Squashclub Vitis

SC Vitis-Sportchef und -Spieler John Williams freut sich über den erfolgreichen Titel.

SC Vitis-Sportchef und -Spieler John Williams freut sich über den erfolgreichen Titel.

Der Squashclub Vitis bezwingt im Playoff-Final in Uster Grabs souverän und feiert zum zweiten Mal in Folge den Schweizer Meister-Titel in der NLA der Männer.

Der Höhenflug der ersten Mannschaft vom Squashclub Vitis geht ungebremst weiter. Wie bereits im Vorjahr durften die Schliermer Squashspieler auch in der Saison 2016/2017 erneut die Meistertrophäe in Empfang nehmen. «Nachdem wir uns im letzten Jahr nur aufgrund der Anzahl Siege noch knapp für die Playoffs der besten Vier qualifizieren konnten und noch Meister wurden, war die Titelverteidigung in der Saison 2016/2017 das absolute und erklärte Ziel», zeigte sich Vereinspräsident Roman Soom vor den Playoffs in Uster kämpferisch.

Aufgrund der Infrastruktur für die Live-Übertragungen bei Tele Z fanden die Playoffs 2017 wiederum in der Squash Arena Uster statt. Als Tabellenzweiter der Regular Saison 2016/2017 trafen die Limmattaler in den Halbfinals auf Sihltal und siegten klar mit 3:0. Dabei profitierte Schlieren vom verletzungsbedingten Ausfall von Nici Müller, dem besten Schweizer Spieler aller Zeiten, sowie vom Franzosen Enzo Corigliano.

Ohne grossen Kräfteverschleiss wurde der Finaleinzug Tatsache. Im Finalspiel gegen Grabs setzten sich Borja Gola, John Williams und Sebastian Weenink durch und sicherten so Vitis einen 3:0-Erfolg. Der Qualifikationssieger aus der Ostschweiz musste dabei auf Aqeel Rehmann verzichten, der Österreicher spielte zeitgleich in den Playoffs in seinem Heimatland.

25 Stunden wöchentlich

Dieses klare Verdikt führte dazu, dass Jonas Dähler nicht mehr in die Hosen steigen musste und der Erfolg von Vitis bereits vorzeitig feststand. «Wir hatten im Verlaufe der Saison mit Verletzungs- und Krankheitsproblemen zu kämpfen. Doch im Playoff stand unsere Top-Formation auf dem Platz und ich war von dessen Qualitäten überzeugt und siegessicher», so Sportchef John Williams. Der 44-jährige Ex-Profi und ehemalige Team-Weltmeister mit Australien ist mit seiner Erfahrung noch immer ein wichtiger Wert im Team von Vitis.

Massgeblich zum Titelgewinn beigetragen hat der Spanier Borja Gola. Die aktuelle Nummer 15 in der Weltrangliste trainiert wöchentlich gegen 25 Stunden. Dem Profi zur Seite standen der amtierende niederländische Vizemeister Sebastian Weenink und der deutsche Nationalspieler Valentin Rapp. Als Schweizer Spieler standen der von GC verpflichtete Jonas Dähler sowie Manuel Wanner im Kader.

Nach 2007, 2013, 2014, 2016 feierte der Squashclub Vitis in diesem Jahr seinen 5. Meistertitel und ist damit nach Rekordmeister Royal Cham und Grasshopper Zürich das 3. erfolgreichste Schweizer Team in der Geschichte. In der Neuzeit ist Vitis mit 4 Meistertiteln aus den letzten 5 Jahren in der Schweizer Squashszene sogar führend.

Obwohl Wanner wegen Rückenproblemen seit Dezember 2016 verletzungsbedingt nicht mehr für Vitis spielen konnte, freute sich der 22-jährige mit seinen Teamkollegen riesig über den Wanderpokal: «Die Playoff-Partien waren umkämpfter als das klare Ergebnis vermuten lässt. Dieser Gewinn wurde gebührend gefeiert und ich hoffe, bald wieder für Vitis auf Punktejagd gehen zu können».

Kampf um den Aufstieg

Ebenso erfolgreich ist auch das junge 1. Liga-Team, welches am 11. April gegen Stelz Wil in den Aufstiegsspielen zur Nationalliga B steht. Das NLB-Team kämpft in der Barrage am 25. April um den Klassenerhalt. Wie das NLA-Kader von Vitis in der kommenden Spielzeit ab Oktober aussehen wird, ist noch offen. «Nach den Gesprächen mit unseren Sponsoren dürfte bis im August das NLA-Kader bekannt sein.

Zudem planen wir auch eine neue Damenmannschaft», so Williams weiter. Ebenso ungewiss wie die Kaderzusammenstellung ist die Zukunft von Williams. Nach seinem Transfer im Jahr 2006 von Vaduz zu Schlieren verletzte sich die ehemalige Weltranglisten-Nummer 15 in den Playoffs 2014/2015 mit einem Sehnenriss am Fuss. Während einem halben Jahr konnte der Squashlehrer kein Training absolvieren und kehrte ab Januar 2016 schrittweise wieder in den Glascourt zurück.

«In die beiden Playoffs-Partien 2017 stieg ich angeschlagen und die körperlichen Strapazen sind zunehmend spürbarer. Meine Entscheidung werde ich mir reiflich überlegen», stellt er klar. Doch vorerst reist der Spielertrainer der Schweizer Nationalmannschaft Ende April an die Europameisterschaft nach Helsinki, wo in der Gruppe A der Ligaerhalt angestrebt wird.  

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