Schwingen
Erfolglose Limmattaler aber überraschende Zürcher Kränze

Daniel Bösch gewann das Nordostschweizer Schwingfest in Wigoltingen mit einer überzeugenden Leistung. Der Zürcher Schwingerverband konnte zwei Kranzgewinne feiern.

Bruno Auf der Maur
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Thomas Kammermann (links) konnte sein Potenzial nicht abrufen.

Thomas Kammermann (links) konnte sein Potenzial nicht abrufen.

Nach dem verletzungsbedingten Forfait des Eidgenössischen Kranzschwingers Fabian Kindlimann (Fussverletzung) sanken die Kranzchancen für den Zürcher Schwingerverband am Nordostschweizer Schwingfest (NOS) in Wigoltingen deutlich. Der bisherige Saisonverlauf zeigte deutlich, dass die Schwinger aus dem Kanton mit Ausnahme des Zürcher Oberländers kaum mit den besten Nordostschweizern mithalten können. Die Aussichten der Zürcher auf die begehrte Auszeichnung waren entsprechend klein, denn beim Teilverbandsfest liegt die Hürde auf einen Kranzgewinn nochmals höher als bei einem Kantonalschwingfest.

Winterthurer überraschen

Kaum jemand hat aber mit den starken Auftritten von Roman Schnurrenberger aus Sternenberg und Lukas Nigg aus Winterthur gerechnet. Nach zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage drehte der erst 19-jährige Schnurrenberger im Ausstich mächtig auf und besiegte Reto Schlegel und im entscheidenden Kampf auch den «Eidgenossen» Gerry Süess. Nigg trumpfte mit einem Sieg im zweiten Gang gegen den favorisierten Mike Peng und einer Maximalnote im letzten Gang gegen Christian Scherrer gross auf. Damit feierten die Beiden überraschend ihren ersten NOS-Kranzgewinn.

Limmattaler enttäuschten

Die zwei Vertreter des Schwingklubs Glatt- und Limmattal erwischten nicht ihren besten Tag. Thomas Kammermann konnte seinen harzigen Saisonverlauf auch am NOS-Schwingfest nicht aufbessern. Bis zur Mittagspause arbeitete sich Kammermann mit zwei Siegen und einer Niederlage in eine aussichtsreiche Position. Am Nachmittag lief beim vierfachen Kranzschwinger aber gar nichts mehr. Die gewohnt angriffige Kampfweise wurde ihm dabei zum Verhängnis. Der 26 Jährige musste noch drei Niederlagen einstecken. Daniel Wettstein verpasste mit einem Sieg und drei Niederlagen gar den Ausstich.

Bösch hinterlässt starken Eindruck

Einen starken Eindruck hinterliess der als Favorit gestartete Daniel Bösch aus Sirnach. Mit vier Siegen und einem Unentschieden erkämpfte er sich die Schlussgangteilnahme gegen Urs Abderhalden aus Stein. Im Finalkampf fackelte der Unspunnensieger nicht lange. Vor 4200 Zuschauern legte Bösch seinen Kontrahenten bereits nach 57 Sekunden mit Kurz und Nachdrücken auf den Rücken. Damit konnte Bösch in dieser Saison bereits seinen vierten Kranzfestsieg und nach 2013 seinen zweiten NOS-Sieg feiern.

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