In den rund 150 Spielen schenkten sich die Junioren nichts. Bei den F-Junioren war den Favorit unter den Zuschauern rasch ausgemacht: Die Grasshoppers hatten den klangvollsten Namen und erfreuten ihre Fans mit erstaunlich sicherem Kombinationsspiel. Bald wurde klar, dass ihnen nur Spreitenbach, Wohlen und Höngg einigermassen Paroli bieten konnten. Im Final wurde GC gegen seiner Favoritenrolle gegen Spreitenbach gerecht und gewann unter grossem Jubel seiner Fans den Raiffeisen-Cup.

Dietikon verliert Duell mit Brig

Bei den E-Junioren startete das Heimteam als Favorit ins Rennen. Der grosse Unbekannte im Teilnehmerfeld war der FC Brig aus dem Wallis, ansonsten kannten sich die mehrheitlich aus der regionalen Meisterschaft. Brig b zeigte von Beginn an, dass er die weite Anreise – die Junioren hatten bereits um 5Uhr Tagwache – nicht nur zum Vergnügen auf sich genommen hatte. Er wollte vorne mitspielen, was ihm auch gelang. Die weit gereisten Gäste gewannen ihre Vorrundenspiele mit dem Punktemaximum und einem Torverhältnis von 16:0. Auch in der Zwischenrunde waren sie kaum gefordert und qualifizierten sich souverän für die Halbfinals. Dorthin hatten es auch die Ea-Junioren von FCD-Trainer Dejan Petrovic geschafft. Beide Teams liessen sich auch im Halbfinale kein Bein stellen und trafen
im Endspiel aufeinander. Dort zeigten die Walliser nochmals ihre Klas-se und gewannen gegen den heimischen Vorjahressieger.

Bei den D-Junioren galten Schlieren und Dietikon als die grössten Favoriten. Beide Teams qualifizierten sich denn auch souverän für die Runde der letzten vier, wo zwei weitere Limmattaler warteten: Engstringen und Urdorf, die einen ungewöhnlichen Weg hinter sich hatte. Nach
der Zwischenrunde waren alle vier Mannschaften der Gruppe punkt- und torgleich klassiert, die beiden regionalen Teams kamen nur dank dem besseren Torverhältnis in der Vorrunde weiter. Dort vermochten beide zu überraschen, sowohl Engstringen (gegen Dietikon) als auch Urdorf (gegen Schlieren) setzten sich durch. Während Dietikon im Penaltyschiessen scheiterte, dominierte Marcello Stellatos Schlieremer Team zwar die Partie, schoss aber kein Tor. «Wir starben in Schönheit», so der Schlieremer Trainer selbstkritisch. Der Final ging ins Elfmeterschiessen, wo Engstringen erneut keine Nerven zeigte und das Turnier gewann.

OK-Präsident Adrian Matt zeigte sich mit dem Tag sehr zufrieden: «Wir beklagten weder Verletzungen noch andere Zwischenfälle. Das war ein ausgeglichenes Turnier mit den wohl richtigen Siegern.»