3. Liga

Engstringen beendet Schlierens Sieges-Serie

Engstringens Doppeltorschütze Lukas Baur (Nummer 18) lässt Schlierens Pierre Gattiker (Mitte) alt aussehen

Engstringens Doppeltorschütze Lukas Baur (Nummer 18) lässt Schlierens Pierre Gattiker (Mitte) alt aussehen

Der Abstiegskandidat schlägt den enttäuschenden Nachbarn dank Leidenschaft mit 4:1. Die Gastgeber stiegen mit viel Selbstvertrauen in das Derby und beendeten so die Derby-Sieges-Serie der Schlieremer.

Noch in der Vorrunde fegte Schlieren auf dem heimischen Zelgli Engstringen gleich mit 5:0 vom Platz. Doch auf der Oberengstringer Brunewiis waren die Vorzeichen anders. Eine Woche nach dem überraschenden 2:0-Sieg bei Leader Srbija stiegen die abstiegsbedrohten Gastgeber mit viel Selbstvertrauen in das Derby. Von Beginn weg spielte Engstringen engagiert auf, während Schlieren nicht ins Spiel fand.

Keine fünf Minuten waren gespielt, ehe die Einheimischen bereits mit 1:0 in Front gingen. Im Anschluss an einen Cornerball von David Diaz traf der aufgerückte Lukas Baur mittels Kopfball. Aufgrund der zahlreichen Absenzen beorderte Engstringen-Trainer Paul Schärer seinen Captain und Stürmer zurück in die Innenverteidigung, was sich auszahlte. Engstringen blieb spielbestimmend, während die Gäste nur zu einzelnen Konterangriffen kamen. Engstringen verpasste es unter der Regie von Baur, bis zur Pause das Skore zu erhöhen.

Schlieren spielt harmlos

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen nichts. Mit seiner Spielfreude liessen die Einheimischen die Abstiegssorgen vergessen und strebten den zweiten Treffer an. Bereits in der 48. Minute wurde das 2:0 Tatsache. Eine sehenswerte Kombination über die linke Angriffsseite schloss Philippe Theiler mit einem platzierten Flachschuss erfolgreich ab.

Nur neun Minuten später folgte bereits die Vorentscheidung in diesem hart umkämpften, aber einseitigen Derby. Diaz brachte einen Freistossball in die Mitte, wo erneut Baur mittels Kopfball traf. Schlieren gelang eine Viertelstunde vor Spielschluss durch Sabri Usta zwar noch der Ehrentreffer, doch zu mehr reichte es den harmlos aufspielenden Gästen nicht mehr.

Verwandelter Foulpenalty

Für den Schlusspunkt sorgte Joker Sebastian Luck, welcher mit seinem sicher verwandelten Foulpenalty für den 4:1-Endstand besorgt war. Schlieren-Trainer Beat Studer zeigte sich als fairer Verlierer, blieb aber nach diesem desolaten Auftritt seiner Mannschaft verständlicherweise wortkarg. «Der Engstringer Sieg ist hochverdient. Mehr will ich nicht sagen, ich bin bitter enttäuscht», so der Ex-Profi.

Zufriedener präsentierte sich Engstringen-Trainer Paul Schärer: «Mit einer guten Kollektivleistung haben wir den Gegner dominiert und auch spielerische Akzente gesetzt. Die Mannschaft bewies Moral und hat den Aufwärtstrend bestätigt, die jungen Spieler sind gereift, alle ziehen am gleichen Strick.»

Mit diesem Sieg kletterte der FCE über den Strich und beendete die grossartige Serie der Schlieremer, auf die sich Trainer Studer noch in jeder ernüchternden Saison stützen konnte: Nach 15 Derbys ohne Niederlage (14 Siege) verlor der FCS wieder einen Vergleich mit einem Lokalrivalen. Das war vor rund drei Jahren letztmals der Fall gewesen, damals gabs ein 0:2 in Birmensdorf.

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