Die Fussstapfen, in die Patrick Koch steigen wird, sind riesig. Am dem nächsten Jahr wird der 46-Jährige aus Boppelsen die Turnierleitung der Limmattaler Tennis Meisterschaften übernehmen. Die Aufgabe also, die in den letzten 20 Jahren Klaus Strehler inne gehabt hat. Strehler wurde in dieser Zeit zur Identifikationsfigur des Turniers und hat mit seinem grossen Netzwerk dafür gesorgt, dass die Limmattaler Meisterschaften weiter gelebt haben.

Schwieriges Erbe

Patrick Koch weiss, dass er ein schwieriges Erbe antreten wird. «Mit dem Rückzug von Klaus geht eine Ära zu Ende. Er hat für dieses Turnier gelebt. Ihn kann man nicht einfach ersetzen», lobt Koch seinen Vorgänger. In diesem Jahr kann Koch noch vom Wissen Strehlers profitieren, denn sie leiten das Turnier gemeinsam. Erst im nächsten Jahr folgt die wahre Feuertaufe für den neuen Mann.

Ein erfahrener Mann

Doch es ist nicht so, dass mit Patrick Koch irgendein Nobody das Limmattaler Traditionsturnier übernehmen wird. Der zweifache Familienvater und Gemeinderat von Boppelsen spielt seit über 20 Jahren Tennis, ist Teil des 2.Liga-Senioren-Interclubteams des TC Harlachen und amtet in diesem Club auch als Spielleiter. «Ich werde den Standard von Klaus wohl nicht ganz halten können. Aber ich werde versuchen, in diesem Jahr alle Schlüsselpersonen kennen zu lernen, damit das Turnier auch in den kommenden Jahren bestehen bleibt», sagt Koch.

Zwei Neuerungen

Doch Koch will das Turnier nicht einfach gleich weiterführen wie bisher. Bereits in diesem Jahr hat der Boppelser, der zum zweiten Mal dem OK der Limmattaler Tennis Meisterschaften angehört, zwei grosse Neuerungen in die Wege geleitet: Zum ersten Mal werden die Meisterschaften in drei einzelnen Turnieren ausgetragen. Neben dem Juniorenturnier findet am kommenden Wochenende das «Open 1» statt, am Wochenende darauf das «Open 2». Die Spielerinnen und Spieler, die beim ersten Turnier stark spielen, qualifizieren sich für das stärker besetzte «Open 2». «So müssen sich die meisten Spieler nur ein Wochenende reservieren. Das ist in der heutigen Zeit sicher ein Vorteil», glaubt Koch. Zudem wird erstmals das Generationen-Doppel ausgetragen.

Zurück in den Heimclub

Der neue Turnierleiter steckt also voller Tatendrang. Schliesslich will er die Limmattaler Meisterschaften in den kommenden Jahren nach einem mehrjährigem Unterbruch wieder zurück in seinen Heimclub Harlachen - einer der Gründungsclubs des Turniers - bringen. Und wenn es so weit ist, «sollen die Limmattaler Meisterschaften noch immer ein gutes Turnier sein», wie Koch sagt.