«Wir sind enttäuscht», gibt Simone Estermann zu. «Enttäuscht vor allem wegen der eigenen Leistung.» Estermann, Captain vom Faustball Schlieren, meint damit die Leistung im Spiel gegen Embrach. Die Schlieremerinnen verloren die Partie gegen den Mitfavoriten um den Titel glatt in drei Sätzen. Ganz besonders deutlich unterlagen sie in den ersten beiden Durchgängen, als sie nur sechs bzw. fünf Punkte auf ihr Konto buchen konnten und nur wenig zusammenpasste.

Reaktion statt Aktion

Im dritten Satz wehrte sich das Team von Trainerin Sabine Pfister zwar nach Kräften und erspielte sich mehrere Satzbälle. Doch schliesslich mussten sich die Limmattalerinnen trotzdem mit 14:15 geschlagen geben. «Wir haben einfach zu oft reagiert statt agiert», bemängelt Estermann. «Und wir müssen auch mehr laufen, wir haben uns zu wenig bewegt.»

Ganz überrascht ist Estermann, die erst im März ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat, ob der Niederlage allerdings nicht. «Wir wussten ja, dass es gegen Embrach schwierig werden würde», erklärt sie. «Und zudem waren wir schon in der Vorbereitung nicht überzeugend. Wir haben zwei Vorbereitungsturniere gespielt, und dort lief es nicht gerade optimal.»

Klarer Sieg gegen Kirchberg

Einen Lichtblick hatte Simone Estermann am gestrigen Sonntagmorgen aber dennoch. Die Teamleaderin konnte mit ihren Kolleginnen dafür die allererste Partie Schlierens in dieser Feldsaison gewinnen, und zwar gegen Kirchberg. Die Limmattalerinnen liessen Kirchberg keine Chance und gewannen deutlich mit 3:0. Im zweiten Satz brachte Schlieren dann gar das Kunststück fertig, der gegnerischen Mannschaft keinen einzigen Punkt zuzugestehen.

Damit stehen die Limmattalerinnen nach zwei Partien mit einem Sieg und einer Niederlage da. Für Simone Estermann noch kein Grund, nervös zu werden: «Nein, denn wir wissen auch, dass Embrach stark ist und vorne mitspielen wird.» Ihr Team dagegen wird sich steigern müssen, um vorn mitzumischen. Davon ist auch Simone Estermann überzeugt. «Wir dürfen nicht so weiterspielen, das ist klar», meint sie bestimmt.