Unihockey Limmattal
Eine Niederlage zum Jahresanfang

Unihockey Limmattal verliert das Jahresauftaktsspiel gegen ein mittelmässiges Richterswil. Um eine Spitzenplatzierung zu erlangen, müssen sich die Leistungen des Teams im neuen Jahr noch deutlich verbessern.

Lorenz Kern
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Limmattal Trainer Rico Polo muss seine Neujahrs-Strategie noch einmal überdenken.

Limmattal Trainer Rico Polo muss seine Neujahrs-Strategie noch einmal überdenken.

Otto Lüscher

Als die Limmattaler zum Ende der regulären Spielzeit die Matchuhr mit dem 5:5 betrachteten, musste sich dies für die Spieler bereits wie eine Niederlage angefühlt haben. Brachten sie es doch nicht fertig, gegen ein zwar motiviertes, kämpfendes jedoch technisch und spielerisch limitiertes Richterswil einen Vollerfolg einzufahren. Der Siegestreffer des Teams vom Zürichsee in der 63. Minute war dann nur noch das Tüpfchen auf dem i, welcher den Gemütszustand des Heimteams auch auf dem Matchtblatt zum Ausdruck brachte.

Dabei deutete zu Beginn des Spiels nichts auf diese Enttäuschung hin. Bereits in der dritten Spielminute gelang es Hänni, nach einem magistralen Zuspiel von Küng, einhändig, backhand zum 1:0 einzuschieben. Erst nachdem sich Gitonga auf der rechten Seite durchtankte, hinter das Tor zog, dort in der Mitte den freistehenden Eberle sah und dieser den Ball mit einem Halbvolley zum 2:0 ins Tor donnerte, erwachten auch die Gäste. Ihren Anschlusstreffer zum 1:2 konnte jedoch Miller, etwas glücklich, kurz vor der Pause mit dem dritten Tor auf Limmattalerseite beantworten.

Lethargie im Angriffsspiel

Gleich zu Beginn des Mittelabschnittes zündeten die Gäste aus Richterswil mit dem Anschlusstreffer die erste Bombe. Als in der Folge auch das Powerplay nicht funktionierte, Meier vor dem Tor klären wollte, die Unparteiischen auf Penalty entschieden und Richterswil zum 3:3 ausglich, war es mit der Ruhe im Spiel definitiv vorbei. Und auch im zweiten Überzahlspiel des Abends, in vergangenen, besseren Zeiten eine Stärke der Männer rund um Trainer Polo, musste die Mehrheit der 50 anwesenden Zuschauer erschrocken mitansehen, wie Torhüter Hostettler den Ball aus den eigenen Maschen holen musste.

Erst nachdem Junior Mock rund 10 Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 4:5 (ja die Gäste durften zwischenzeitlich ein weiteres Tor erzielen) markierte, legte sich die Lethargie im Limmattaler-Angriffsspiel. Als sich Verteidiger Spillmann für einmal in die Offensive wagte, sich vor dem Torhüter in Stellung brachte und eiskalt zum 5:5 verwandelte, durfte doch noch auf ein positives Resultat gehofft werden. Eine Strafe gegen die Einheimischen bremste jedoch den Spielfluss und zum Ende des Spiels konnte man sich bei Hostettler bedanken, welcher seine Vorderleute mit einigen «Big Saves» in die Verlängerung rettete.

Somit stehen die Mannen von Unihockey Limmattal vor einer altbekannten Situation. Mit dem Abstieg hat man nichts zu tun, der Rückstand auf den playoffberechtigten zweiten Platz wird jedoch immer grösser. Möchte man in dieser Saison noch einmal um die Spitze mitspielen, reichen Leistungen wie diese in den kommenden Spielen nicht aus, um die nötigen Siege einzufahren. Neues Jahr - Neues Glück! Dafür muss aber auch etwas geleistet werden!

Unihockey Limmattal - Greenlight Richterswil 5:6 n.V. (3:1, 0:3, 2:1, 0:1)

Zentrumshalle, Urdorf – 50 Zuschauer – SR: Baumann, Hottinger – Tore: 3. Hänni (Küng) 1:0. 8. Eberle (Gitonga) 2:0. 10. 2:1. 20. Miller (Hänni) 3:1. 21. 3:2. 30. 3:3. 40. 3:4. 49. 3:5. 49. Mock 4:5. 54. Spillmann 5:5. 63. 5:6.