Bei seinem ersten Auftritt im Hauptfeld eines Future Turniers bekam es der Limmattaler gleich mit einem prominenten Gegner zu tun. Er traf auf den Deutschen Andreas Beck, der vor gut zwei Jahren die Nummer 33 der Welt und für unsere nördlichen Nachbarn im Davis-Cup aufgelaufen war.

Aktuell ist der 27-Jährige in der Weltrangliste jedoch nur noch auf Rang 561 klassiert.

Dass Beck aber nach wie vor auf hohem Level spielen kann, musste Schmid schmerzlich erfahren. Er blieb gegen den Deutschen chancenlos und verlor deutlich mit 0:6, 1:6.

Damit hat Schmid seinen ersten ATP-Punkt verpasst, den er für einen Erstrundensieg erhalten hätte. «Ich habe gekämpft und gemacht, was möglich war. Leider habe ich nicht gut serviert und nur 43 Prozent der ersten Aufschläge im Feld gehabt.

Das reicht auf diesem Niveau bei weitem nicht», so der Aescher nach seiner Erstrundenpartie. Zudem habe Beck auch sehr gut gespielt, fügt Schmid an.

Drei glatte Siege

Zuvor hatte der 17-jährige Linkshänder in der Qualifikation gross aufgespielt. Als ungesetzter Akteur überstand er die Vorrunde ohne Satzverlust und bezwang dabei gleich zwei Spieler, die über ein ATP-Ranking verfügen.

Nach einem Sieg über seinen Landsmann Enzo Sommer zum Auftakt schlug Schmid den Deutschen Nicolas Ernst (ATP 1144) mit 6:2, 7:5. Die letzte Hürde war der als Nummer sieben gesetzte Francesco Borgo (ATP 1086).

Doch auch mit dem Italiener machte Schmid kurzen Prozess und verliess den Platz nach einem 6:2, 6:3-Erfolg als souveräner Sieger.

Schneller und beweglicher werden

«Das Turnier hat mir gezeigt, dass ich mit den Top 1000 mithalten kann, wenn ich konzentriert ans Werk gehe. Gleichzeitig weiss ich aber auch, dass eine erfolgreiche Qualifikation bei einem Future nur ein sehr kleiner Schritt ist auf dem Weg nach oben», ordnet er seine Leistung im Tessin realistisch ein.

Das Turnier in der Sonnenstube der Schweiz war für Schmid erst der zweite Einsatz auf der Profitour.

Entsprechend darf das Erreichen des Hauptfeldes als Erfolg gewertet werden. Schmid hat jedoch auch erkannt, in welchen Bereichen er sich noch verbessern muss. «Wenn ich mit den ganz Grossen mithalten will, dann muss ich noch deutlich schneller, beweglicher und stärker werden», weiss der Limmattaler.