2.-Liga-Eishockey
Eine ehrenvolle Kanterniederlage für Urdorf

Trotz der deutliche 1:5 Niederlage gegen 2.-Liga-Leader Dürnten Vinkings darf der EHC Urdorf mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein.

Fabian Sanginés
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Die Urdorfer (hier Marc Bender, rechts) versuchten die Vinkings (Mario Senn) mit allen Mitteln zu stoppen.

Die Urdorfer (hier Marc Bender, rechts) versuchten die Vinkings (Mario Senn) mit allen Mitteln zu stoppen.

Manuel Geisser

Am Schluss wurde es dann doch noch richtig bitter: Just in der besten Phase des EHCU übersahen die Schiedsrichter einen unerlaubten Befreiungsschlag der Gäste, was diese eiskalt zum 4:1 ausnutzen. Drei Minuten später doppelte De Martin nach und versetzte den bis dahin tapfer kämpfenden «Stieren» den endgültigen Todesstoss.

Knapp zwei Stunden zuvor musste man sich ernste Sorgen über Urdorf machen. Gegen den souveränen Tabellenführer der 2. Liga lagen die Gastgeber bereits nach 50 Sekunden mit 0:1 im Rückstand. Angesichts der Tabellenlage sahen sich nicht wenige der Zuschauer ihres Vorurteils bestätigt, dass es ein langer, torreicher Abend werden könnte.

Anschlusstor im Mitteldrittel

Doch nach dem 0:2 aus Sicht der Limmattaler fand der EHCU besser ins Spiel und konnte im Mitteldrittel durch Bender sogar den Anschluss erzielen (26.). Dürntens Deubelbeiss stellte aber noch vor dem letzten Seitenwechsel den zwei-Tore-Abstand wieder her.

Aussichtsreicher hätte das Schlussdrittel jedoch nicht starten können. Ganze 1:15 Minuten durfte Urdorf in doppelter Überzahl agieren. Diese grosse Chance liessen sie nicht nur ungenutzt, der EHCU tat dies mit fast schon beeindruckender Harmlosigkeit.

«Die Mannschaft hat Moral bewiesen»

Überraschenderweise geriert der Leader bei personellem Gleichstand härter unter Druck, als bei (doppelter) Unterzahl. Urdorf glaubte plötzlich an seine Chance und kam Mal um Mal aus aussichtsreichsten Positionen zum Abschluss, bis De Martin endgültig den Deckel drauf machte.

Wenig überraschend sprach der Urdorfer Cheftrainer Thomas Heldner nach Spielschluss von einer «engagierten Leistung» seiner Schützlinge. «Trotz zahlreicher Absenzen hat die Mannschaft Moral bewiesen, wir können erhobenen Hauptes die Halle verlassen», so Heldner weiter.

Nun folgen wichtige Spiele

Als nächstes wartet mit dem Auswärtsspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Bassersdorf und dem Heimspiel gegen Schlusslicht Küssnacht am Rigi zwei «sechs-Punkte-Spiele». Oder wie Heldner es formuliert: «Unser Ziel ist es, vor Weihnachten entweder über dem Strich, oder so nahe dran wie möglich zu sein.»

Mit einer solchen Leistung wie gegen Dürnten ist das sicher keine Utopie