Reitsport

Eine 18-jährige Aescherin auf dem Absprung

Kim Steiner: Bevor Schluss ist, will sie nochmals brillieren.

Kim Steiner: Bevor Schluss ist, will sie nochmals brillieren.

Kim Steiner bereitet sich am Vierkampf in Birmensdorf und Uitikon auf ihre letzte grosse Prüfung vor. Weil sie in einem Jahr ein Studium in Kommunikation aufnimmt, wird sie dann mit dem Vierkampf aufhören.

Die Vorbereitung auf einen Wettkampf hat es in sich. Jeden Tag geht Kim Steiner, mit ihrem Team Titelverteidigerin an den Junioren-A-Vierkampf-Schweizer-Meisterschaften, entweder joggen, schwimmen oder reiten. Kein Wunder steht die 18-Jährige früher oder später am Scheideweg.

«In einem Jahr beginne ich mein Kommunikationsstudium, deshalb werde ich dann mit dem Vierkampf aufhören», so Steiner. Nicht zuletzt deshalb will die KV-Lernende, die in drei Wochen ihre Lehrabschlussprüfungen absolviert, an ihren letzten Wettkämpfen besonders brillieren. «Das Ziel ist immer der Sieg, auch in Birmensdorf und Uitikon. Aber noch wichtiger ist, dass wir unser Bestes abrufen und am Schluss mit unserer Leistung zufrieden sind», sagt Steiner.

Spass an Teamarbeit

Die junge Frau aus Aesch spricht bewusst immer vom «wir». Dies ist ein Hauptgrund, wieso sich Steiner für den Vierkampf entschieden hat: «Es macht Spass, im Team zu arbeiten. Wir erleben immer wieder tolle Wochenenden.» Doch das gelte nicht nur im Team intern, auch der Umgang mit anderen Mannschaften sei sehr familiär.

Hinzu kommt, dass im Gegensatz zum Spring- oder Dressurreiten die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird. «Der Druck ist sicher etwas kleiner im Vierkampf. Wenn man nicht seinen besten Tag hat, holen die Kollegen die Kohlen aus dem Feuer», erläutert Steiner die Vorzüge der Teamarbeit.

So definiert Steiner auch ihr letztes Ziel als Vierkämpferin über die Gruppe: «Wir wollen an den Schweizer Meisterschaften im Herbst wieder aufs Podest.» Sogar bei persönlichen Ambitionen zeigt sie sich als Teamplayerin: «Klar wäre es auch schön, in der Einzelwertung auf dem Treppchen zu landen. Das heisst aber auch, dass ich der Mannschaft helfen konnte, denn die Gruppenleistung hat klaren Vorrang.»

Die Nervosität kommt erst noch

Zuerst gilt es, an diesem Wochenende die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Der Vierkampf startet am Samstag um 13 Uhr mit 50 Meter Freistil im Hallenbad Uitikon, bevor in Birmensdorf der 3000 Meter Lauf stattfindet. Am Sonntag ab 8 Uhr früh bringt das Dressur- und Springreiten die Entscheidung über die Gewinner.

Steiner freut sich besonders auf die Dressur, welche ihre Lieblingsdisziplin darstellt. «Es ist immer wieder eine Herausforderung, da man nicht nur mit den eigenen Pferden arbeitet, sondern auch mit denen anderer Teams. Das Kennenlernen anderer Tiere finde ich sehr spannend», so die Aescherin. Nervös ist Steiner erst kurz vor dem Wettkampf. Eine Nervosität, die an den Schweizer Meisterschaften im Herbst wohl ihren absoluten Höhepunkt erreichen wird.

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