2. Liga
Ein Spätzünder führt Urdorf zu weiterem Sieg

Die «Stiere» gewinnen das dritte Match in Folge – 5:4 gegen Rapperswil-Jona II. Für den Siegestreffer sorgte Marco Novkovic.

Raphael Biermayr
Merken
Drucken
Teilen
Denis Weiss herzt Urdorfs zweifachen Torschützen Marco Novkovic

Denis Weiss herzt Urdorfs zweifachen Torschützen Marco Novkovic

Marcel Bieri

Es schien, als ob das Eis unter Florian Wassmer schmelzen würde. Der Torhüter der Urdorfer wollte im Boden versinken. Ein Befreiungsschlag von Rapperswils Iwan Zihlmann von der roten Linie glitt ihm unter den Schonern hindurch. Es war das 4:4 in der 56. Minute. Dass Wassmer am Ende über den Fehler lachen konnte, war das Verdienst von Marco Novkovic.

Der Flügelstürmer erzielte 62 Sekunden später den Siegtreffer – ebenfalls auf kuriose Art: Zunächst vertändelte er den Puck, ehe er via Schlittschuh eines Verteidigers doch noch traf. «Ich habe mich geärgert, dass ich nicht allein auf den Goalie ziehen konnte, zum Glück ist es ja noch gut gegangen», sagte Novkovic nach dem Match lächelnd.

Ein Traum-Duo mit Heldner

Der 27-Jährige war der Mann des Abends. Neben dem letzten Treffer für die «Stiere» erzielte er den dritten und bereitete den ersten von Boris Otypka vor. Bei seinen zwei Toren wurde er von Thomas Heldner assistiert, die beiden verstanden sich bereits in der vergangenen Saison prächtig. «Mit ihm klappt es hervorragend», bestätigt Novkovic, der keinen Hehl daraus macht, dass er gern häufiger an der Seite des Ex-Profis spielen würde. Trainer Dani Hüni wirbelt die Sturmreihen immer wieder durcheinander, lässt Heldner oft mit den Jungen zusammenspielen.

Die einzige Standardsturmlinie ist die mit Samuel Kuoni und den Landis-Brüdern Tobias und Nicolas. Diese Reihe war auch gegen Rapperswil die aktivste, kreierte zahlreiche Möglichkeiten – und war immerhin einmal erfolgreich. Landis düpierte Rapperswils Schlussmann Patrick Büsser im Match der Torhüterfehler. Keine Chance hatte Büsser hingegen beim 4:3 durch Sandro Duttweiler. Der Teamsenior traf ins Lattenkreuz, nachdem Colin Wiederkehr den Puck erobert hatte.

Eishockey dank Schulerfolg

Dank des dritten Siegs im fünften Match distanzieren sich die Limmattaler weiter vom Tabellenende. «Ich gehe vom Ligaerhalt aus», sagt Marco Novkovic, der einst in Küsnacht 2.-Liga-Erfahrung erwarb und nach eigener Aussage beim ZSC an der Schwelle zum Profibetrieb gestanden habe. Das ist erstaunlich, ist der Informatiker aus Glattbrugg doch ein Spätzünder. Erst mit 13Jahren begann er mit Eishockey, nachdem er zuvor Inlinehockey gespielt hatte. «Meine Eltern sagten mir: Wenn ich es in die Sek schaffe, darf ich einem Klub beitreten – das habe ich erfüllt», erklärt Novkovic.