Fussball

Ein Penalty bring den FCOG um den Lohn einer starken Leistung

Einmal mehr Dreh- und Angelpunkt im Spiel von Birmensdorf: Stephan Niedecken.

Einmal mehr Dreh- und Angelpunkt im Spiel von Birmensdorf: Stephan Niedecken.

Oetwil-Geroldswil vergibt in der letzten Minute noch den Sieg gegen Birmensdorf durch ein Foul im Strafraum. Die beiden 3.-Liga-Teams trennen sich 2:2 unentschieden.

«Ärgerlich», meinte Roger Balmer nach dem Spiel. Der Trainer von Oetwil-Geroldswil sprach den Penalty für Birmensdorf in der Nachspielzeit an, der den Gästen das 2:2 bescherte. Der Birmensdorfer Stephan Niedecken war zuvor in den Strafraum gestürmt und dann von Christian Geiger zu Fall gebracht worden. Selbst für Balmer war die Szene unstrittig: «Den kann man geben.»

Aber nicht nur über den Penalty ärgerte sich Balmer, sondern auch über die zahlreichen vergebenen Chancen. Allein der starke Marco Brandenberger scheiterte gleich mehrmals alleine vor Torhüter Markus Würsten. Nur ein einziges Mal, beim 1:1-Ausgleich, konnte Brandenberger den Raum nutzen, Würsten umspielen und das Tor erzielen. Die anderen Male verstolperte er entweder den Ball oder verfehlte das Gehäuse. «Vor dem Tor haben wir versagt», stellte Balmer fest.

Abgesehen von der mangelhaften Effizienz vor dem Tor zeigte er sich jedoch sehr angetan von der Leistung seiner Mannschaft. «Wir hatten die klareren Torchancen und ein gutes Spiel gezeigt», lobte er. «Auf diesem Spiel können wir aufbauen.»

FCOG leichtsinnig im Abschluss

Während Balmer den verlorenen beiden Punkten nachtrauerte, war Fabio Stiz, Trainer der Birmensdorfer, über den Punktgewinn erleichtert. «Wir haben nur in der ersten Viertelstunde Fussball gespielt», analysierte er. Tatsächlich spielte Birmensdorf stark auf, bis sich nach 20 Minuten Mardem De Castro Lopes verletzte und ersetzt werden musste. «Danach mussten wir umstellen», erklärte Stiz, «und wir wurden hinten sehr instabil.»

Die Birmensdorfer verloren den Faden und zahlreiche Zweikämpfe im Mittelfeld und in der Verteidigung, was auch der Grund dafür war, dass ihre Gegenspieler ein ums andere Mal aufs Tor zustürmen konnten. «Da waren drei, vier Situationen darunter, in denen Oetwil-Geroldswil ein Tor hätte schiessen müssen», gab Stiz unumwunden zu. «Und unser Gegner machte das, was wir eigentlich vorgehabt hatten: Er spielte Fussball.»

Schlieren mit Vorsprung

Durch das Unentschieden liegt Birmensdorf punktemässig nun nicht mehr gleichauf mit Leader Schlieren. Die Schlieremer haben nämlich ihre Partie mit 5:0 gewonnen und haben damit jetzt zwei Punkte Vorsprung auf Birmensdorf. Das kümmert Stiz allerdings nicht gross. «Wir wussten schon vor der Partie, dass wir in den restlichen Spielen auf einen Ausrutscher vom FCS hoffen müssen», meint er.

Vielleicht kommt dieser Ausrutscher schon in der nächsten Runde, am 11. Juni. Dann trifft Schlieren auf Oetwil-Geroldswil. Und Balmer hat schon mal angekündigt: «Gegen Schlieren werden wir alles geben!»

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