FC Oetwil-Geroldswil
Ein Derby mit wahrem Torfestival in Oetwil

Der FC Oetwil-Geroldswil schlägt in einer fulminanten Schlussphase Engstringen mit 5:3. Während sich Oetwil-Geroldswil dank dem Sieg etwas Luft gegen den Strich verschaffen konnten, rutscht der FCE wieder auf einen Abstiegsplatz.

Luca Muntwyler
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Engstringens David Diaz (r.) gibt in einer hart umkämpften Partie vollen Einsatz gegen Oetwils Captain Astrit Krivaca. Manuel Geisser

Engstringens David Diaz (r.) gibt in einer hart umkämpften Partie vollen Einsatz gegen Oetwils Captain Astrit Krivaca. Manuel Geisser

Die Partie schien entschieden. Der FC Oetwil-Geroldswil war auf gutem Wege das Derby gegen Engstringen zu gewinnen. Nachdem Oetwils Ahmed Bozova an Torhüter Manuel Suter scheiterte, schnappte sich Luca Kälin den Ball, umdribbelte den Goalie und schob in der 71. Minute zum 3:1 ein. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass noch weitere vier Treffer fallen würden.

Danach reagierten die Trainer, wie nicht anders zu erwarten war. Engstringens Captain Lukas Baur, der in dieser Partie wieder in der Innenverteidigung auflief, wurde von Trainer Paul Schärer in den Sturm beordert. Auf der anderen Seite musste Stürmer Claudio Lauper für Verteidiger Malik Haddad weichen.

Engstringen warf alles nach vorne, während der FCOG seinen Vorsprung zu verwalten versuchte und auf Konter spielte – und dies mit Erfolg. Ahmed Bozova konnte in der 83. Minute den Treffer zum 4:1 verbuchen.

Doch war dies noch lange nicht der Schlusspunkt. Obwohl Andi Wettstein, der in seiner ersten Partie an der Seitenlinie der Oetwiler stand, aufs Spielfeld schrie: «Das Spiel ist noch nicht vorbei», glaubten sich seine Mannen sicher zu sein – etwas zu sicher. Denn in der 86. Minute konnte der eingewechselte Armend Redzepi mit einem wunderschönen Freistoss zum 2:4 verkürzen. Als dann Baur in der Nachspielzeit zum 3:4 einköpfte, lag ein Punktgewinn für die Gäste durchaus in Reichweite. Doch machte Arbnor Bekiri quasi mit dem Schlusspfiff alles klar und setzte mit dem 5:3 für Oetwil-Geroldswil den Schlusspunkt hinter eine Partie, die in der Schlussphase an Spektakel nicht zu überbieten war.

«Wir haben das Spiel kurz nach der Pause verloren», ärgert sich Engstringen-Trainer Schärer nach der Partie. «Wir waren zu naiv und noch nicht richtig wach. Die erste Hälfte war ausgeglichen.» In der Tat. In der ersten Halbzeit sah man eine abwechslungsreiche Partie und ein ständiges Hin und Her, mit leichten Vorteilen für den FCOG. Mit langen Bällen brachten die Oetwiler die Gäste-Abwehr oftmals in Bedrängnis.

Laupers Doppelschlag

Kurz nachdem mit Daniel Marquart und Stefan Angstmann gleich zwei Oetwil-Spieler innert fünf Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, zeigte der Schiedsrichter auf den Penalty-Punkt. Ein Elfmeter für Engstringen, den Goalgetter Yannik Ryf kurz vor der Pause sicher zum 1:0 für die Gäste verwandelte.

Nach der Pause vergingen kaum 20 Sekunden, da lag der Ball bereits im Netz. Claudio Lauper traf zum 1:1. Nur gerade fünf Minuten später konnte sich die Nummer 10 zum Doppeltorschützen küren lassen. In der Pause haben Lauper und Mike Wettstein, Sohn von Trainer Andi, die Positionen getauscht. Der neue Mittelstürmer bedankte sich für diese Massnahme mit seinen Saisontreffern zehn und elf. «In der ersten Hälfte hatten wir Pech. Der Penalty war nicht nötig. Doch bin ich sehr zufrieden mit der Reaktion nach der Pause», erklärt Wettstein nach seinem gelungenen Comeback als Oetwil-Trainer.

Während sich Oetwil-Geroldswil dank dem Sieg etwas Luft gegen den Strich verschaffen konnten, rutscht der FCE wieder auf einen Abstiegsplatz. Doch bereits im nächsten Spiel gegen Direktkonkurrent Morava kann sich das wieder ändern.

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