Orientierungslauf
Dreimal Gold an Radio-Orientierungslauf-Europameisterschaft

In Marienbad (Tschechien) fanden letzte Woche die ARDF-Europameisterschaften im „Radio-Orientierungslauf“ statt.

Margrith Rudolf
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Paul Rudolf (mitte) ist der strahlende Sieger.

Paul Rudolf (mitte) ist der strahlende Sieger.

Margrith Rudolf

In dieser Variante des Orientierungslaufs mit Funksendern und Empfängern werden Wettkämpfe in 4 verschiedenen Disziplinen ausgetragen: Foxoring, Sprint, sowie die beiden klassischen Wettkämpfe auf den Wellenlängen 2m und 80m.

Paul Rudolf aus Villigen nahm in der Kategorie M70 an Foxoring, sowie Classic 1 und 2 teil und überflügelte dabei in allen drei Läufen seine europäischen Konkurrenten, im Foxoring mit einer Laufzeit von 45 Minuten sogar mit über 15 Minuten Vorsprung auf den zweiten Platz.

An der EM nahmen insgesamt 26 Länder mit total 275 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern teil. Die Schweiz wurde von einem Dreierteam aus Michael Lerjen, (Wettingen) in der Kategorie M21, Hans-Jürg Reinhart (Möriken) in der Kategorie M50 und Paul Rudolf (Villigen) in der Kategorie M70 vertreten.

Anspruchsvoller als herkömmlicher Orientierungslauf

Die Wettkämpfer haben die Aufgabe, ähnlich wie im klassischen Orientierungslauf mehrere Posten in möglichst kurzer Zeit zu finden. Im Gegensatz zum OL sind die Reihenfolge und die Positionen der Posten für die Läufer nicht bekannt. Jeder Posten wird durch einen kleinen Sender markiert, der periodisch Funksignale ausstrahlt. Der Läufer ermittelt mittels eines handlichen Empfängers die Richtung und ungefähre Distanz zu den Sendern. Auf der am Start ausgehändigten OL Karte kann der Läufer die ermittelten Richtungen und Distanzen eintragen und sich so ein Bild der Lage der Posten verschaffen.

In der Nähe des Postens wird mittels des Empfängers der versteckte Sender aufgespürt und die Zwischenzeit mittels elektronischer Zeitmessung gespeichert. In der Nähe des Ziels steht der letzte Sender, der aufgesucht werden muss bevor nach dem Zieleinlauf die Endzeit gestoppt wird.

Die Wettkämpfer werden nach Geschlecht und Alter in Kategorien eingeteilt und haben entsprechend einen in Schwierigkeit und Länge angepassten Parcours von 4 – 12 km Länge mit 4 – 12 Posten zu bewältigen.

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