Handball
Drei Mitglieder verlassen die Mannschaft: Die Suche nach neuen Aushängeschildern beginnt

Dietikon-Urdorf hat sein Ziel erreicht und wird auch nächste Saison in der 1. Liga spielen, muss dann aber auf einige Leistungsträger verzichten.

Michel Sutter
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Philipp Wüthrich wird in der nächsten Saison nicht mehr für die erste Mannschaft von Dietikon-Urdorf spielen.

Philipp Wüthrich wird in der nächsten Saison nicht mehr für die erste Mannschaft von Dietikon-Urdorf spielen.

Michel Sutter

Mit nur einem Tor Differenz hat Dietikon-Urdorf am Samstag gegen Favorit Olten verloren. Das Resultat in diesem letzten Spiel der Saison war in Bezug auf die Schlussrangliste nicht mehr relevant. Schon zuvor hatten die Limmattaler sich den Ligaerhalt gesichert.
So weit, so gut. Bis die nächste Saison beginnt, dürften auf die Verantwortlichen den HC Dietikon-Urdorf einiges an Arbeit zukommen. Sie müssen nämlich den neuen Kader zusammenstellen. Und das dürfte nicht leicht werden. Denn bei einigen Spielern ist offen, ob sie nächste Saison nochmals für die erste Mannschaft von Dietikon-Urdorf auflaufen werden. So etwa bei Tarek Grendelmeier und Veton Polozani: Während Grendelmeier eine Auszeit vorgesehen hat und mit einem Wechsel in die zweite Mannschaft liebäugelt, spielt Polozani mit dem Gedanken, ganz aufzuhören.

Stammtorhüter Katicic geht

Andere Spieler haben dagegen schon entschieden, dass sie die erste Mannschaft verlassen werden. Dazu gehört Matthias Zürcher, der wohl nach Emmen wechseln wird. Aber auch Philipp Wüthrich. Der 28-Jährige wechselt in die zweite Mannschaft von Dietikon-Urdorf, wo er schon zuvor gespielt hat. «Der Aufwand in der 1. Liga ist sehr gross», begründet Wüthrich seinen Wechsel. «Ich habe einen Grossteil meines Privatlebens auf Handball ausgerichtet.» Zudem sei Handball auf diesem Niveau körperlich sehr anspruchsvoll. «Ich bin halt nicht mehr 20 Jahre alt, da spürt man das physisch sehr», so Wüthrich. «Deshalb hätte ich doppelt so viel investieren müssen, um besser zu werden.»

Auch der langjährige Stammtorhüter Josip Katicic hat sich entschieden, seinen Platz zu räumen. «Ich möchte eine Weiterbildung machen», erklärt Katicic. «Und wir trainieren ja mindestens dreimal pro Woche. Ich möchte wieder mehr Zeit für anderes haben.» Katicic fällt der Abschied schwer. «Ich habe 16 Jahre lang für Dietikon-Urdorf gespielt», erklärt er. «Ich bin in diesem Verein verwurzelt. Da ist natürlich schon auch Wehmut dabei. Es fällt mir schwer, so aufzuhören.» Es habe ihm riesigen Spass gemacht, in der 1. Liga zu spielen.
Allerdings hält sich Katicic verschiedene Optionen offen. «Möglich, dass ich nachher für die zweite Mannschaft spiele», sagt er. «Möglich ist aber auch, dass ich Goalietrainer werde.» Selbst ein Comeback schliesst er nicht aus. «Ich werde 30, und es gibt Handballgoalies, die mit 40 noch im Tor stehen», sagt er. «Wer weiss, vielleicht kehre ich ja nochmals zurück. Ich kann nicht sagen, was in zwei, drei Jahren ist.»

Ob dann Dietikon-Urdorf weiterhin in der 1. Liga spielt, steht noch in den Sternen. Nächste Saison jedenfalls werden die Limmattaler in der dritthöchsten Spielkasse bestreiten. Und darüber zeigen sich sowohl Katicic als auch Wüthrich erleichtert. Denn Dietikon-Urdorf musste während der Saison auch schwierige Phasen durchmachen, in denen der achte Platz, der zum Verbleib in der Liga berechtigt, auf der Kippe stand.

«Gute Adresse» für neue Spieler

Trotzdem sind Katicic und Wüthrich zufrieden mit der abgelaufenen Spielzeit. «Wir haben unser Minimalziel erreicht», so Katicic. Und Wüthrich fügt hinzu: «Die neuen Spieler haben sich gut integriert. Da wachsen ein paar gute Typen heran.»

Wüthrich glaubt aber auch, dass gute Spieler durchaus ein Interesse haben könnten, zu Dietikon-Urdorf zu wechseln. «Dietikon-Urdorf ist eine gute Adresse», sagt er. «Daher kann man Spieler anwerben.» Wüthrich ist optimistisch, dass Dietikon-Urdorf den langfristigen Anspruch, sich in der oberen Tabellenhälfte zu positionieren, erfüllen kann. «Man muss ambitioniert bleiben», sagt er.