Olympische Spiele

Drei Limmattaler Curlerinnen fassen den Olympia-Look für Sotschi

Schön, cool, elegant: Carmen Schäfer...

Schön, cool, elegant: Carmen Schäfer...

Carmen Schäfer, Janine Greiner und Alina Pätz haben ihr Swiss-Olympic-Outfit gefasst. «Jetzt, da wir die Kleider erhalten haben, will man natürlich, dass es endlich losgeht», sagt Schäfer.

Wer Dienst in der Armee getan hat, hat das Prozedere schon erlebt. Mann und Frau trottet von Posten zu Posten und überall gibts Kleider, Schuhe und andere «nette» Accessoires. Mal hübscher, mal weniger sexy. Die Uniform symbolisiert die Zugehörigkeit zu einem Verband. Die Schweizer Olympionikinnen und Olympioniken traten in dem Sinn in Luterbach an, um die Kleider zu fassen, die sie als Verbands-Mitglieder des Schweizer Olympia-Teams für Sotschi 2014 auszeichnen. Keine Frage – die Freude unter all jenen, die da östlich der Emme im Wasseramt das Schweizer Kreuz auf ihren fotogenen Tenues fassen durften, war in der Totale massiv grösser als bei denen, die das jeweils im Zeughaus tun müssen.

Kein Angewöhnen nötig

Unter den Glücklichen respektive Erfolgreichen figurieren mit Carmen Schäfer, Janine Greiner und Aline Pätz auch drei Limmattaler Curlerinnen. «An die Brauntöne der Kollektion vor vier Jahren in Vancouver musste ich mich erst gewöhnen», erinnert sich die 22-jährige Janine Greiner. Mit der Zeit und dem ständigen Tragen habe sie damals aber auch das gut hingekriegt.

In die fotogen-forsche, in Rot-Weiss gehaltene Garderobe für Sotschi braucht sich die Schweizer Medaillenhoffnung hingegen nicht erst zu «verlieben». «Schön, cool, elegant, sportlich – ich habe Freude daran», sagt Greiner zu ihrem Verbands-Outfit. Die Sympathie zum Look, den sie im Verlauf der nächsten, wichtigen Wochen vornehmlich tragen wird, ist also gegeben. Und: «Ich denke schon, dass es nicht ganz unwichtig ist, dass man sich wohlfühlt in den Kleidern, die man trägt», sagt die Lead-Spielerin ihres Teams. Von der textilen Seite her sollte der Mission Medaillengewinnen ergo nichts im Weg stehen. Denn eines ist klar: Das Ziel der Schweizer Curlerinnen am Schwarzen Meer soll glänzen.

Coole Mütze, aber ...

Auch Teamkollegin Carmen Schäfer, «Third» der Schweizer Equipe, passen «die lässigen Sachen». Der auffälligen Fellmütze kann die fotogene, 33-Jährige zwar auch das Markante und Spezielle abgewinnen. Aber: «Ich weiss noch nicht so recht, wo und wann und wie oft wir diese Mütze in Sotschi tragen werden.» Nun, vielleicht versagt ja plötzlich die Heizung in der Curling-Halle. Gelobt sei dann, wer eine Fellmütze im Gepäck weiss.

Jetzt, da wir die Kleider erhalten haben «will man natürlich, dass es endlich losgeht», sagt Schäfer. Das Einkleiden sollte das olympische Feuer in jeder Athletin und jedem Athleten endgültig zum Lodern bringen, sagt auch Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild. Was sie in Sotschi punkto Infrastruktur erwartet, wissen die drei Limmattaler Curlerinnen, die mit der Solothurnerin Carmen Küng und der Bernerin Mirjam Ott die helvetischen Farben vertreten werden. «Wir waren im Sommer schon einmal da und haben uns die Anlagen vor Ort angesehen.» Was freilich die angespannte politische Situation angeht, sagt Janine Greiner stellvertretend für ihr Team – und in dem Sinn wohl auch für das ganze Swiss-Olympic-Team: «Ich vertraue darauf, dass die Organisatoren die Sache im Griff haben und nichts passiert. Ich gehe dahin, um meinen Sport zu machen, und das ist auch mein Fokus.» Und das in der neuen Garderobe.

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