Bei sommerlichen Temperaturen ruderten rund 450 Wasserfahrer aus 31 Vereinen in der Aarauer Aare an der dreijährlichen Einzel-Schweizermeisterschaft um die Wette. Der tiefe Wasserstand versprach einen spannenden Wettkampf. Mittendrin sechs Wasserfahrer vom WFV Schlieren.

2009 belegten die Limmattaler noch den 20. Vereinsrang, in Aarau steigerte sich die alternde Truppe auf den 17. Platz. «Wir werden mit dem Alter immer besser, doch das Rücktrittsalter kommt näher», sagte Markus Leppert, der sich der Verbesserung nicht bewusst war, lachend. Sie wollten vor allem Spass haben. Veteran Markus Leppert war auch um das beste Schlieremer Resultat besorgt und fuhr auf Rang sechs. «Ein Top-10-Platz war mein Ziel», sagte er glücklich.

Trotz Kranzgewinn unzufrieden war Thomas Hiltmann. «Ich habe eine schlechte Route erwischt», erklärt der 15. der Veteranen. Einen Platz dahinter beendete Markus Lepperts Bruder Urs das Rennen ebenfalls mit einem Kranz. Einzig Ernst Wenk ging als 46. leer aus. «Ich bin eben schön gefahren», scherzte der Schlieremer.

Seine erste Saison bei den Aktiven fuhr der eben erst 20 gewordene Dominique Leppert. Mit einer Zeit von 4:00,8 wurde Urs Lepperts Sohn 39. «Schade, wegen acht Zehntel habe ich eine Drei-Minuten-Zeit verpasst», sagte der Schlieremer. Sein Ziel einer punktfreien Fahrt habe er aber erreicht.

Den WFV Schlieren plagen Nachwuchssorgen, denn neben Dominique Leppert ist dessen kleiner Bruder Janis der einzige Jungspund im Verein. Der 12-Jährige startete als einer der jüngsten in der Kategorie Schüler. Unter Anfeuerungsrufen wuchtete der zierliche Knabe das 300-Kilo-Boot mit der neuntbesten Zeit ins Ziel.