Man merkte den P2-Turnerinnen Joya Lienberger und Jessica Gjetaj an, dass die Nervosität vor dem grossen Auftritt schon etwas besser unter Kontrolle war als an den vergangenen Wettkampfwochenenden. Aline Schöpfer hingegen war trotz gleicher Wettkampferfahrung ziemlich aufgeregt. Nachdem ihr die Riesenfelge beim Einturnen am Stufenbarren einfach nicht gelingen wollte, sammelte sich Aline vor der Wettkampfübung am Barren wieder und konnte alle Schwierigkeiten präsentieren.

Leider erwischte sie am Balken einen schwarzen Tag und musste einige Stürze verzeichnen. Mit etwas Enttäuschung erturnte sie danach mit einer soliden Bodenübung doch noch Rang 39. Auf Platz 41 fand sich Jessica Gjetaj, welche sich im Vergleich zum letzten Wettkampf an allen Geräten steigern konnte, insbesondere am Boden zeigte sie eine schöne Choreographie.

Joya Lienberger konnte ihre Leistungen an allen Geräten abrufen und erturnte sich Rang 51 von total 59 Turnerinnen. Sie hadert zurzeit noch mit der sauberen Ausführung einiger Elemente, weshalb sie viele Abzüge einstecken musste.

Sich gegenseitig anfeuern

Danach traten die P1-Turnerinnen auf dem Wettkampfplatz an. Die Gruppe konnte sich während des Einturnens gut konzentrieren und zeigte auch während des Wettkampfes eine tolle Dynamik. Die Mädchen feuerten sich gegenseitig an und erfreuten sich herzhaft an den guten Leistungen ihrer Teamkolleginnen.

In diesen Flow mitreissen lassen konnte sich Giorgia Hillebrand, welche ihr Potential gut abrufen konnte. Einzig am Barren musste sie beim Rückschwung Handstand das Gerät verlassen. Dennoch konnte sie sich als 20. von 60 Turnerinnen einreihen. Ein Rang davor, auf Platz 19, fand sich Sarah Graf, welche an allen Geräten solide Übungen zeigte. Leider gelang es ihr am Balken und Boden jeweils knapp nicht, den Handstand zwei Sekunden lang zu halten, was ihr einige Punkte in der Schwierigkeitsnote kostete.

Auf Qualifikationstour für die Schweizer Meisterschaft

Freuen über ihren Wettkampf durfte sich Nadine Hinteregger, welche mit 47.05 Punkten ihre Saisonbestleistung erreichte. Auch sie turnte die Handstandhalteelemente leider knapp unter den Anforderungen des Kampfgerichts und musste Punkte liegen lassen. Am Barren überragte sie jedoch mit einer perfekten Fallkippe und platzierte sich als 23. und durfte wie auch Sarah und Giorgia eine Auszeichnung entgegennehmen.

Fabia Bollinger zeigte eine gute Gesamtleistung, einzig am Balken musste sie sich beim Rad einen Sturz notieren lassen. Sie erturnte sich den guten 38. Rang.

Alles in allem haben sich die Urdorferinnen verglichen mit dem letzten Wettkampfwochenende steigern können und sie hoffen, dass dieser Trend so anhält. Am Wochenende vom 23./24. Mai werden die Urdorfer P1, P2 und P4A Turnerinnen in Romont im Rahmen der Freiburger Kunstturnerinnentage nochmals auf der Wettkampfbühne stehen.

Gleichzeitig ist dies das letzte Wettkampfwochenende, an welchem sich die Kunstturnerinnen mit einem guten Resultat einen der begehrten Plätze für die Schweizer Juniorinnenmeisterschaften erturnen können. Wir sind gespannt, wo sich die Urdorferinnen in der Qualifikationsrangliste einreihen werden.