Tennis
Doppel-Gold als Trost für Nathan Schmid

An den Junioren-Schweizer-Meisterschaften in Lausanne lief es den Limmattaler Nachwuchscracks nicht wie gewünscht. Im Einzel wurden sie unter Wert geschlagen, im Doppel gab es zumindest einen Lichtblick.

Fabio Baranzini
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Statt im Einzel gab es für Nathan Schmid Gold im Doppel.

Statt im Einzel gab es für Nathan Schmid Gold im Doppel.

Fabo Baranzini

Die Bilanz fällt ernüchternd aus. Sechs Einzelpartien haben die vier Teilnehmer aus dem Limmattal an der Junioren-SM bestritten und sechs Mal gingen sie als Verlierer vom Platz. Von Qualifikant Tom Cecchetto (R3, Kategorie U14) oder der jungen Noemi Stroh (R6, U10) einen Exploit zu erwarten, wäre vermessen gewesen.

Stroh scheiterte mit drei Niederlagen in den Gruppenspielen und Cecchetto unterlag in der ersten Runde dem Qualifikanten Kari Hanhimaki (R3).

Deutlich grösser waren hingegen die Erwartungen an die beiden Limmattaler Aushängeschilder Nathan Schmid (N3, 51, U18) und Chiara Frapolli (N3, 28, U18). Doch ihre beiden Einzelauftritte waren eine grosse Enttäuschung. Der an Nummer zwei gesetzte Schmid wurde von seinem Trainingskollegen Joshua Zeoli (N4, 101) mit 3:6, 0:6 vom Platz gefegt und blieb damit weit entfernt vom angestrebten Titelgewinn.

Noch überraschender kam das Aus von Frapolli. Die Bergdietikerin, die in Lausanne als Nummer sechs gesetzt war, traf nach einem Freilos auf die Qualifikantin Kelly Pedrazzoli (R1). Gegen die krasse Aussenseiterin gewann Frapolli nur gerade sechs Games und verabschiedete sich mit einer 4:6, 2:6-Niederlage aus dem Turnier.

Immerhin konnten sich Schmid und Frapolli im Doppel rehabilitieren. Schmid, der an der Seite von Zeoli an Nummer drei gesetzt war, spielte ein gutes Turnier. «Die Motivation war nach dem Aus im Einzel umso grösser, zumindest im Doppel den Titel zu holen», sagt der 18-Jährige. Leichter gesagt als getan, denn bereits in der ersten Runde musste das Duo drei Matchbälle abwehren. Das gelang. Im Halbfinal gegen die topgesetzten Marc-Andrea Hüsler (N3, 66)/Adam Moundir (N4, 77) wiederholte sich die Geschichte.

Erneut mussten sie Matchbälle abwehren, ehe die Partie mit 4:6, 6:2, 11:9 gewonnen werden konnte. Im Endspiel wartete dann überraschend die ungesetzte Paarung Enzo Sommer (N4, 95)/Dario Huber (R1). Schmid und Zeoli wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten sich dank einem 6:2, 4:6, 10:4-Sieg den Meistertitel im Doppel. «Gold an einer SM ist etwas Schönes. Dass es mit Joshi geklappt hat, macht es umso cooler. Das sind Erinnerungen, die uns niemand mehr nehmen kann», freute sich Schmid.

Nicht zum Sieg, aber immerhin zur Bronzemedaille reichte es Frapolli. Gemeinsam mit Tyra Kotuwattegedera (N3, 30) kam sie in die Halbfinals, wo sie allerdings gegen die nachmaligen Siegerinnen Chiara Grimm (N2, 20) und Jil Teichmann (N2, 23) chancenlos blieb.