Nach zwei Siegen in Folge starteten die Ustermer gegen Dietikon-Urdorf mit einem Startfeuerwerk in die Partie. Nachdem die Einheimischen bereits nach sechs Minuten mit 6:1 im Vorsprung lagen, nahm HCDU-Trainer Karsten Hackel ein erstes Time-out. «Wir müssen dieses Spiel gedanklich wieder bei null beginnen», forderte der deutsche Coach sein Team auf. Mit dieser Ansage nahm er seiner Truppe die Anspannung. Dietikon-Urdorf setzte nun zur Aufholjagd an und vermochte die Partie ausgeglichen zu gestalten. Während den Limmattalern in dieser Phase selbst in Unterzahl zwei Treffer gelangen, blieb Uster während zehn Minuten ohne Torerfolg. Als Topskorer Daniel Imhof in der 22. Minute mit dem 8:8 für den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt war, war das animierte Spiel endgültig lanciert. Kurz vor der Pause scheiterte Stefan Galli mittels Penalty an Uster-Hüter Fabian Pellegrini, doch der knappe 12:13-Pausenrückstand liess die Gäste weiter hoffen.

Platzverweise für Katicic und Beltrami

Trotz mehreren Absenzen vermochte Uster nach der Pause das Spieldiktat wieder an sich zu reissen. Dabei profitierten die Ustermer immer wieder von individuellen Fehlern aufseiten des HCDU. Die Gäste fanden den Tritt nicht mehr, während die Zürcher Oberländer ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnten. In der 45. Minute räumte Josip Katicic seinen Kasten für Andreas Regner, was aber an der Überlegenheit der Ustermer auch nichts mehr änderte. Wie schon zuvor sorgten die beiden Unparteiischen in der 50. Minute für viel Unmut bei den Gästen. Trotz eines Fusskicks gegen Regner wurde der Treffer von Roger Bleuler gegeben, was zu einem Handgemenge führte.

Die Folge war ein Platzverweis gegen den Torschützen sowie gegen Katicic, welcher von der Bank aufs Feld stürmte. In den Schlussminuten sah mit Fabian Beltrami nach einem Foul ein zweiter Limmattaler die rote Karte. «Zum wiederholten Mal wurden wir von den Schiedsrichtern benachteiligt», ärgerte sich Trainer Karsten Hackel zurecht.

Allerdings durfte er auch mit seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: «Von jedem Einzelnen erwarte ich mehr, denn nur 20 Minuten Handball zu spielen, reichen einfach nicht. Jetzt gilt es, die fünfwöchige Weihnachtspause mit intensiven Trainings zu nutzen», so der Coach weiter. Mit dieser Niederlage rutschte der HCDU auf den 10. Tabellenplatz ab.