Fussball
Dietikons grossartige Antwort - 9:0

Ein Feuerwerk bei strahlendem Sonnenschein: Der FC Dietikon gab gestern gegen ein desolates Schwamendingen eine deutliche Antwort auf die 1:2-Niederlage gegen Affoltern am Albis.

Raphael Biermayr
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Der fünffache Dietiker Torschütze Zivko Cajic dreht ein weiteres Mal erfolgreich ab. rab

Der fünffache Dietiker Torschütze Zivko Cajic dreht ein weiteres Mal erfolgreich ab. rab

Limmattaler Zeitung

9:0 – ein Resultat, das bei den Aktiven wohl nur ganz selten in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte vorkam. Die jüngere Vergangenheit seit dem Wiederaufstieg in die 2. Liga (2002) offenbart: Es waren die meisten erzielten Tore seit dem 30. August 2008 (6:1 in Altstetten) und das torreichste Match mit Dietiker Beteiligung seit dem 6:4-Sieg in Thalwil vor fünfeinhalb Jahren.

Zuzüge mit starkem Auftritt

Das Schaulaufen eröffnete Durim Bunjaku, der Torhüter Nicolas Segreto mit einem Flachschuss in die nahe Ecke auf dem falschen Fuss erwischte (7.). Das ewige Talent des FCD war der Mann der ersten Halbzeit. Der 20-Jährige, von der Goalgetterart, aber auch vom Egoismus her Alex Frei ähnelnd, bereitete bis zur Pause zunächst das 2:0 vor (Boris Dabic) und sorgte mit einem herrlich getretenen Freistoss für den Halbzeitstand von 4:0. Dazwischen lag der Treffer, der sinnbildlich für diese Begegnung stand: Die Limmattaler liessen den Ball geduldig über fast 15 Stationen laufen, bis Dabic den starken Debütanten Marco Bolli (von United Zürich) bediente, der für Zivko Cajic zu dessen erstem von fünf Treffern auflegte. Die Zuzüge Bunjaku, Bolli, der später eingewechselte Raphael Candreia (Tor zum 5:0) und auch der mit 35 Jahren topfitte Dejan Markovic bestätigten mit ihrer Leistung die Arbeit von Sportchef Pietro Iellamo während der Winterpause und liessen vergessen, dass es mit Ex-Profi Tomo Barlecaj doch nicht klappt.

Cajic mit vier Toren

Auch liessen sie vergessen, dass mit Adnan Mustafi der Topskorer der Dietiker verletzt fehlt. «Adnan ist ein wichtiger Spieler, wir freuen uns alle, wenn er zurückkommt. Aber es war wichtig für uns zu zeigen, dass wir nicht nur von einem Spieler abhängig sind», sagte Cajic, mit vier Toren der Mann des zweiten Durchgangs. Bemerkenswert: Es waren die ersten Saisontore des Stürmers überhaupt, der in der Vorrunde lange Zeit verletzt gewesen war. «Nein, so viele Tore sind mir noch nie in einem Spiel gelungen», sagte er lächelnd auf Nachfrage.

Spielertrainer Goran Ivelj strich den Gewinn an Selbstvertrauen für die Offensivabteilung heraus und freute sich besonders darüber, dass sich die Mannschaft am Tag des Sponsoren-Apéros so stark präsentierte. Ivelj verzichtete selbst auf einen Einsatz, weil er wegen eines Todesfalls in seiner Familie in Kroatien die Nacht vom Samstag auf Sonntag grösstenteils mit seiner Mutter am Telefon verbracht hatte.