Wasserball

Dietikon weiss nicht, ob der Punkt glücklich machen oder ärgern soll

Nach Abpfiff herrschten bei den Spielern des WSC Dietikon gemischte Gefühle bezüglich des ersten Punktgewinns der Saison. 15:15 lautete der Endstand der Partie gegen Kreuzlingens Jugendequipe, in der das Team Moral bewies.

Allerdings fehlten die letzte Konsequenz und wie so oft das Quäntchen Glück. Beide Mannschaften zeigten dem Spielverlauf entsprechend mehrfach ganz unterschiedliche Gesichter.
Beinahe lethargisch präsentierten sich die Dietiker in der Anfangsphase.

Im ersten Heimspiel lag man gegen die kecken Jungspunde aus dem Thurgau schon nach vier Minuten mit 1:5 zurück. Die Gäste legten ein hohes Tempo vor, der Aufsteiger hatte sichtlich Mühe in das Spiel zu finden. Das Resultat: Unsicherheiten im Defensivverhalten, zu wenig Effizienz in der Offensive, Hadern mit den Entscheidungen des Unparteiischen.

Aufholjag ohne Gegentreffer

Die Kreuzlinger verwalteten im zweiten Viertel ihren Vier-Tore-Vorsprung geschickt, 7:11 lautete der Halbzeitstand. Die Limmattaler zeigten sich in der Folge deutlich gefestigter und waren entschlossen, das heimische Fondli nicht kampflos zu überlassen. Innerhalb weniger Minuten kämpften sie sich zurück.

Auch die Ausschlüsse der beiden Leistungsträger Stefan Sauter und Christian Grau vermochte die Aufholjagd der Gastgeber nicht bremsen, man hatte gar das Gefühl, sie wurde dadurch
beflügelt.

Den Gästen merkte man nun die mangelnde Erfahrung an, überfordert mit der Situation verloren sie kurze Zeit Konzept und Ordnung. Die routinierteren Dietiker wussten ihren Schwung und ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen: Erst fiel der verdiente Ausgleich, dann erhöhten sie das Skore im letzten Viertel gar auf 14:11.

Hofstetter rettet den Punkt

Eigentlich hätten die Dietiker nichts mehr anbrennen lassen dürfen, aber eine Reihe von Zeitstrafen und Nachlässigkeiten liessen die Thurgauer wieder hoffen. In den zwei letzten Spielminuten glichen die Gäste aus und drängten gar auf den Führungstreffer. Die Limmattaler konnten sich bei ihrem Torhüter Oliver Hofstetter bedanken, der mit einigen Grosstaten in höchster Not das Unentschieden festhielt.

Schliesslich resultierte eine gerechte Punkteteilung, auf der die in der Auftaktrunde punktlosen Mannschaften aufbauen können. «Es fehlt manchmal halt das Glück. Aber wir können mit der heutigen Leistung zufrieden sein, insbesondere kämpferisch» resümierte Hofstetter.

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