FC Dietikon
Dietikon verschläft den Start und verliert mit 2:4

Nach der ärgerlichen 2:5-Niederlage gegen Gossau muss sich der FC Dietikon erneut an der eigenen Nase nehmen. Gegen Baden spielte man zwar lange Zeit auf Augenhöhe, aber der 0:2-Rückstand nach nur zehn Minuten war eine zu grosse Hypothek.

Luca Muntwyler
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Limmattaler Fussball-Derby Dietikon - Baden
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Dietikons Trainer Goran Ively.
Pfostenschuss, dann Nachschuss von Raphael Meyer (rot, fallend) zum Dietiker Anschlusstreffer.
Badens Trainer Thomas Jent.
Badens Torhüter Predrag Pribanovic verhindert den Gegentreffer im letzten Augenblick.
Milos Janicijevic vom FC Dietikon.
Shaho Maroufi wirbelt die Badener Hintermannschaft wirblig.
Badens Hintermannschaft in Aufruhr.
Badens Torhüter vor dem heranstürmenden Maroufi am Ball.
Milos Janicijevic (rot, Dietikon) im Zweikampf mit Cédric Franek.
FC Baden bejubelt das Tor zum 1:0 bereits nach fünf Spielminuten.

Limmattaler Fussball-Derby Dietikon - Baden

Roland Jaus

Raphael Meyer kommt im Badener Strafraum frei zum Kopfball, FCB-Hüter Predrag Pribanovic lenkt den Ball noch an den Pfosten, dieser springt wieder vor die Füsse von Meyer, der nur noch einschieben muss. In der 67. Minute kann der FC Dietikon im Limmatstadt-Derby der 1. Liga gegen den FC Baden zum 1:3 verkürzen. Dieser Treffer kam aber zu spät. Kurz darauf erzielt Shkumbin Ajredini das 4:1 für Baden.

«Wir sind zu lasch, zu passiv in das Spiel gestartet», erklärt FCD-Trainer Goran. «Die Aggressivität hat zu Beginn gefehlt», fügt er an. Sechs Minuten hat es gedauert, als die Limmattaler mit 0:1 zurück lagen. Nach zehn Minuten sind die Dietiker aufgewacht, dank dem 0:2 für die Gäste. Nach einem Dietiker Freistoss und einem schnellen Badener Konter stand es bald auch schon 0:3.

Das 0:3 anstelle des Anschlusstreffers

«Vor dem Spiel habe ich meinen Spielern gesagt, sie sollen nach stehenden Bällen aufpassen. Es kann nicht sein, dass wir wie in Gossau wieder so ein Tor bekommen», meint Ivelj. Umso bitterer für die Limmattaler, dass dieser Treffer zu einem Zeitpunkt kommt, in dem die Hausherren langsam die Überhand hatten. Wäre kurz davor das 1:2 gefallen, hätte das Spiel wohl eine ganz andere Wendung genommen. Nikola Tasic vergibt als erster, aber auch Luca Dimita scheitert mehrfach an Pribanovic.

«Es ist natürlich schwierig, nach einem 0:3 in das Spiel zurück zu finden», weiss Ivelj. «Ich habe nicht gesehen, dass Baden dominant war. Sie haben unsere Schwächen ausgenutzt. Wir haben es ihnen viel zu einfach gemacht. Letztlich ausschlaggebend war, wie wir die Tore bekommen haben», fügt er geknickt an.

Dietikon gibt nie auf

Nie haben die Dietiker aufgegeben, nie haben die Hausherren aufgehört zu spielen. Das beweist die Tatsache, dass Luca Senincanin in der 93. Minute quasi mit dem Schlusspfiff erneut verkürzen konnte. Das 2:4 war dann zugleich das Endresultat. Die Limmattaler haben weiter versucht, nach vorne zu spielen. Gegen die kriselnden Badener wäre der Kampf auch das Erfolgsrezept gewesen.

Zu erwähnen ist noch der zweite Wechsel von Ivelj: In der 56. Minute bringt der Dietikon-Trainer Luca Figlioli für Naim Haziri. Der Captain spielte nach einer langen Sperre zum ersten Mal wieder von Beginn an, konnte der Partie aber nicht seinen Stempel aufdrücken.

So verhilft der FCD den Badenern zum Befreiungsschlag, die auf der Dornau seit Beginn der Rückrunde den Sieg einfahren können. Dietikon war erneut auf Augenhöhe mit dem Gegner, konnte aber nicht die entscheidenden Akzente setzen und muss so eine erneute Niederlage hinnehmen. Das Resultat war letztlich verdient.

Kein Grund für Dietikon jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. «Es folgen zwei wichtige Spiele gegen Winterthur II und Seuzach. Und nun werden wir in Winterthur versuchen, unsere Punkte zu holen», erläutert Ivelj.

Dietikon – Baden 2:4 (0:3)

Dornau. – 325 Zuschauer – SR Tonini, Giulini, Schmitter. – Tore: 6. 0:1 Matovic, 10. Weilenmann 0:2, 27. Spielmann 0:3, 67. Meyer 1:3, 86. Ajredini 1:4, 93. Senincanin 2:4.

Dietikon: Ngongo; Massaro, Beric, Miljkovic, Miodragovic; Tasic, Haziri (56. Figlioli); Meyer (77. Jelec), Janicjievic (46.: Senincanin), Maroufi; Dimita.

Baden: Pribanovic; Matovic, Rapisarda, Franek; Weilenmann (79. Milicaj), Keranovic, Ladner, Cardiello; Toni (35. Ajredini); Lugo (71. Dakouri), Spielmann.

Bemerkungen: Dietikon ohne Cajic, Karadza (verletzt), Cavgin (abwesend). Baden ohne Stump, Dedaj, Dzelili, Bijelic (verletzt), Lo Priore, Laski (nicht im Aufgebot). – gelb: 35. Franek, 68. Miodragovic (Foul).

Das Spiel im Detail zum Nachlesen im Ticker: