1.-Liga-Handball
Dietikon-Urdorf verliert trotz ansprechender Leistung gegen Olten

Die 1. Mannschaft des HC Dietikon-Urdorf muss sich im letzten Saisonspiel gegen die SG HV Olten knapp geschlagen geben. Die Solothurner Gäste gewannen in Urdorf mit 23:22. Hauptgrund für die Niederlage der Limmattaler war die mangelnde Chancenauswertung.

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Der HC Dietikon-Urdorf beendet die 1.-Liga-Saison auf Rang 8.

Der HC Dietikon-Urdorf beendet die 1.-Liga-Saison auf Rang 8.

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Der HC Dietikon-Urdorf startete wunschgemäss. Hinten liess er gar nichts zu und vorne liess er es krachen. Gleich mit 4:0 ging er in Führung und machte einen bestechend sicheren Eindruck, und das obwohl man eine Woche zuvor in Wohlen relativ schwach spielte. Bereits nach sechseinhalb Minuten zog der Oltner Trainer Arnold sein Time-out ein und versuchte seine Spieler aufzuwecken, scheinbar erfolgreich. Innert fünf Minuten konnte Olten die Partie drehen, Michael Burri zog trotz seines jugendlichen Alters die Fäden auf der Rückraum-Mitte-Position wie ein Routinier.

Beim Heimteam schlichen sich hingegen nach und nach Fehler ein. Technische Fehler, aber auch Ballverluste und Fehlschüsse prägten das Spiel. Immer wieder scheiterte man aus teilweise besten Positionen am Oltner Torhüter Büttiker. Dieser schien das Spiel seines Lebens zu machen und liess sich auch durch zwei Kopftreffer nicht aus dem Konzept bringen.

Bis zur Pause konnte Dietikon-Urdorf aber den Rückstand vor allem dank einer gut funktionierenden Abwehr in Grenzen halten und lag nur mit 10:12 zurück.

Spannung pur in der zweiten Halbzeit

Nach der Pause ging Olten sogleich mit 13:10 in Führung, doch das Team von Muzaffer Dogru und Jan Sedlacek hatte die passende Antwort bereit. Mit tollen Paraden Katicics, der womöglich das letzte Spiel in der 1. Mannschaft bestritt, und drei Toren in Folgen konnte man das Skore wieder ausgleichen.

In der Folge hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Beide Mannschaften konnten sich grossmehrheitlich auf ihre beiden Schlussmänner verlassen. Im Angriff der Oltner sorgten vor allem drei Akteure für die Musik. Daniel Moor, der zu seinem Comeback kam, ersetzte schon in der ersten Halbzeit den blass gebliebenen Youngster Haas. Daneben drosch Raphael Rohr mehrere Bälle auf das Tor der Limmattaler, wobei er nicht immer verwertete. Treffsicherster Oltner war aber Flügel Christian Roth, der neuen Tore – fünf davon per Siebenmeter –verwertete.

Auf Seiten der Hausherren konnten sich mehrere Spieler als Torschützen feiern lassen. Tiefenauer und Affentranger trafen je viermal. Auch Wüthrich und Polozani trafen in ihrem jeweiligem Abschiedsspiel je drei Mal, Letzterer war für die Siebenmeter zuständig.

Minimum 28 Partien in der neuen Saison

In den Schlussminuten war dann Olten etwas cleverer und schoss 1 Minute und 20 Sekunden vor Schluss das Game-Winning-Goal zum 23:21. Der HCDU versuchte zwar noch einmal zu reagieren, Grendelmeier blieb aber das Pech, das ihn durch sein letztes Spiel begleitete, an den Händen kleben und der Ball klatschte ans Aluminium. Danach ertönte die Schlusssirene, die die Oltner im Kollektiv jubeln liess. Der HCDU bezog eine knappe Niederlage und war somit für Handball Wohlen keine Hilfe. Die Aargauer hätten auch gerne den zweiten Rang belegt und hätten an den Aufstiegsspielen zur NLB teilgenommen. Immerhin bleibt den Freiämtern so eine Fahrt nach Genf erspart, die die Dreitannenstädter nun am Samstag antreten müssen (oder dürfen).

Für den HCDU geht eine Saison zu Ende, in der er Höhen und Tiefen erlebte. Mit Rang 8 erreichte man das Minimalziel, die Liga zu halten. Für einen Exploit hätte es in einigen Partien für Punkte reichen müssen. Die Gegner, die nun hinter einem rangiert sind, konnte man in den meisten Fällen besiegen, die Gegner aus der vorderen Tabellenhälfte lagen meistens ausser Reichweite. Für die neue Spielzeit ist daher eine solide Vorbereitung nötig, in der allfällige neue Spieler eingebaut werden müssen, damit die nächste Saison, die minimum 28 Spiele umfassen wird, solid absolviert werden kann.