Handball
Dietikon-Urdorf verliert knapp gegen Romanshorn

Trotz Lebenszeichen weiter in Schräglage: Die Handballer von Dietikon-Urdorf verlieren die 1.-Liga-Partie gegen Romanshorn 28:29 nach beherzter Leistung.

Raphael Biermayr
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Auch elf Treffer des entfesselten Marco Meier (ganz links, dahinter Tarek Grendelmeier) reichen nicht zum Sieg für Dietikon-Urdorf.bier

Auch elf Treffer des entfesselten Marco Meier (ganz links, dahinter Tarek Grendelmeier) reichen nicht zum Sieg für Dietikon-Urdorf.bier

Noch sechs Sekunden stehen auf der Uhr. Dietikon-Urdorf hat einen Freiwurf zugesprochen erhalten. Meier passt zu Rüegg, der zu Wallisch, der zu Bruggmann am Flügel – daneben, Schlusssirene. «Der Goalie hat sein Bein gehoben, ich wollte ihm zwischen den Beinen durchschiessen, aber der Wurf ist nicht mehr gekommen», wird Spielertrainer Claude Bruggmann später erzählen, auf der Bank sitzend einen Verband wie in Trance aufwickelnd.

Der Schock sass tief beim HCDU. Nach einer engagierten Leistung unterlagen die Limmattaler Romanshorn 28:29. Es war die sechste Niederlage in Serie, nach Verlustpunkten ist man Letzter. Philipp Wallisch sagte unumwunden: «Gut spielen und trotzdem verlieren – so steigt man ab.» Der Weltenbummler aus Österreich war einverstanden mit dem Eindruck, dass das Team trotzdem ein starkes Zeichen ausgesandt hatte. Das Selbstvertrauen und der Wille waren nicht zu übersehen.

Wallisch hatte einen massgeblichen Anteil daran. Er war Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel, sorgte für Bewegung im Rückraum, setzte seine Nebenleute in Szene und warf meistens erfolgreich (6 Treffer). Die ordnende Hand des Weltenbummlers – er weilt immer wieder beruflich im Ausland – ist enorm wichtig für die Limmattaler. Bis Weihnachten sei er verfügbar, wenngleich infolge von Reisen nach Brasilien und Indien vor allem an den Wochenenden. In dieser Zeitspanne trägt Dietikon-Urdorf sechs Begegnungen aus. Nach denen wird wohl entschieden sein, ob die Limmattaler sich auf die Abstiegsrunde einstellen müssen.

Meiers Sternstunde

Besonders Marco Meier am Kreis profitierte von den Zuspielen Wallischs. Meier war mit elf Treffern der treffsicherste Mann in der Halle. Eine Sternstunde, die unbelohnt blieb. Doch fiel immerhin nicht ins Gewicht, dass Raphael Guitton immer noch nicht mittun kann, nach Auskunft von Spielertrainer Claude Bruggmann sei er noch nicht fit.

Unsichere Deckung

Nicht immer auf der Höhe gestern war hingegen die Deckung. Hätte Torhüter Josip Katicic in der Anfangsphase nicht den einen oder anderen Fehler ausgebügelt, hätte der Halbzeitstand kaum 16:15 gelautet. Eine unsortierte Phase vor dem Seitenwechsel kostete die Gastgeber gar einen deutlicheren Vorsprung. Trotz der Mängel gerieten sie in der gesamten Partie nur selten in Rückstand, das letzte Mal aber entscheidend. Mit ihrem letzten Angriff erzielten die Ostschweizer das 28:29, bevor der HCDU mit seinem knapp scheiterte.