Handball
Dietikon-Urdorf schlägt Zofingen mit 30:21

Der Jubel war gross am Samstagabend in der Zentrumshalle in Urdorf. Das Frauenteam des HC Dietikon-Urdorf hatte gegen den TV Zofingen soeben souverän gewonnen.

Michel Sutter
Drucken
Teilen
HC Dietikon-Urdorf hatte gegen den TV Zofingen soeben souverän gewonnen.

HC Dietikon-Urdorf hatte gegen den TV Zofingen soeben souverän gewonnen.

Nordwestschweiz

Damit haben sich die Limmattalerinnen den ersten Sieg in der 1. Liga geholt – nachdem sie in den ersten drei Saisonspielen nur einen Punkt gewinnen konnten. „Wir sind sehr erleichtert“, gab Trainer Marco Wyttenbach zu. „Das war ein Befreiungsschlag.“

Und der Sieg für sein Team war völlig verdient, vor allem angesichts der Überlegenheit in der zweiten Hälfte. In der ersten vermochte Zofingen gut mitzuhalten und immer wieder auszugleichen. Immerhin schaffte es Dietikon-Urdorf, mit einem knappen Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause zu kommen – und das, obwohl die Limmattalerinnen drei Minuten vor dem Pausenpfiff noch eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatten.

In der zweiten Hälfte drehte das Heimteam auf. Mit fünf Toren in den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff erarbeitete es sich ein komfortables Polster. Und je länger die Partie dauerte, desto souveräner wurden die Limmattalerinnen, die immer befreiter aufspielten.

Selbst in Unterzahl wirkten sie deutlich präsenter als ihre Gegnerinnen. Diese verloren bei ihren Angriffen immer wieder den Ball, verfehlten das Tor oder scheiterten an Dietikon-Urdorfs Torhüterin Svenja Fotsch, die eine sehr starke Leistung zeigte. Die Fehler der Gäste nutzte Dietikon-Urdorf eiskalt aus. Ein ums andere Mal kamen die Limmattalerinnen durch schnelle Konter zum Erfolg. Eine Viertelstunde vor Schluss fiel bereits die Vorentscheidung in dieser einseitigen Partie, als Bettina Rappo mit einem Siebenmeter zum 24:18 traf.

Doch das Heimteam machte in demselben Tempo weiter – auch wegen Wyttenbach, der in der Schlussphase seine Spielerinnen nach vorne beorderte und ihnen zurief: „Es kommt auf jedes Tor an!“ Später erklärte er, dass in einem allfälligen Abstiegskampf tatsächlich jedes Tor entscheidend sein könne. Seine Spielerinnen hörten auf ihn und legten sieben Sekunden vor Schluss durch die starke Olivia Yagura nochmals nach zum hochverdienten 30:21-Erfolg.

Dass Dietikon-Urdorf das Spiel gegen Tabellennachbar Zofingen am Ende so souverän gewonnen hatte, führte Wyttenbach vor allem auf die Einstellung seiner Spielerinnen zurück. „Wir zeigten viel mehr Leidenschaft als in den anderen Partien“, fand er. „Vorher hatten wir uns zurückgezogen, doch gegen Zofingen haben wir den Körperkontakt akzeptiert.“

Die bisherigen Gegner Thun und Wettingen, gegen die Dietikon-Urdorf unentschieden gespielt bzw. verloren hatte, seien nicht besser gewesen als Zofingen, erklärte Wyttenbach. „Aber gegen Thun und Wettingen waren wir blockiert, und heute wollten wir Handball spielen.“ Zudem dürfe man nicht vergessen, dass seinem Team auch einige wichtige Spielerinnen fehlten – zum Beispiel Andrea Rieder. „Wir sind ersatzgeschwächt angetreten“, sagte Wyttenbach, „unsere Gegnerinnen allerdings auch.“

Nun hofft Wyttenbach, dass seine Spielerinnen den Schwung mitnehmen können und in der nächsten Partie gegen Arbon so weitermachen. Schliesslich wolle man am Ende der Saison sich zwischen Platz 5 und 8 in der Tabelle positionieren. Eine Vorgabe sei das allerdings nicht. „Wir wollen in erster Linie nicht absteigen“, sagte Wyttenbach. Sollte Dietikon-Urdorf in den nächsten Partien an diese Leistung anknüpfen können, ist das Erreichen dieses Ziels durchaus realistisch.

Dietikon-Urdorf – Zofingen 30:21 (15:13)

Zentrumshalle Urdorf. – 40 Zuschauer. – SR Hess, Ramsauer. – Torfolge: 6:4, 7:8, 12:11, 22:14, 29:20. – Strafen: 4-mal 2 Min. gegen Dietikon-Urdorf, 1-mal 2. Min. gegen Zofingen.

Dietikon-Urdorf: Fotsch; Rappo (2/davon Siebenmeter: 1), Kijweski (5), Strebel (3), Odermatt (5), Dobitz (2), Yagura (7), Decker (2), Heierli (1), Husmann (2), Kurzbein (1). – Zofingen: Lehmann; Keller (2), Schulz, Laura Roth (5/2), Müller (7), Buchmüller, Schürpf, Bührer (1/1), Klaus, Sandra Roth, Schulz (6), Seselja-Lehner.