Der erste Angriff gehörte den Gästen. Doch sie vergaben die erste Chance ebenso wie Dietikon-Urdorf danach. Im zweiten Angriff der Luzerner fiel das erste Tor. Torschütze war Stadelmann, auf den man eigentlich besonders Acht geben wollte, ist der ehemalige NLA-Spieler doch Ligatopskorer. Am Ende hatte der Innerschweizer lediglich drei Treffer auf seinem persönlichen Konto. Dies lag zum einen an einer mit zunehmender Spielzeit immer besser werdenden Defensive sowie an einem herausragenden Josip Katicic im Tor.

Den Beginn der Partie hatten sich die Limmattaler aber ganz anders vorgestellt. Nach dem 0:1 folgte nämlich nicht der Ausgleich, sondern das 0:2 und dann das 0:3! Was war nur los? Dies fragte sich wohl der eine oder andere in der Halle. Auch nach fünf Minuten sah es nicht besser aus, die SG Pilatus führte mit 4:1. Doch schon nach zwölf Minuten konnten die Gastgeber das Spiel ausgleichen.

Die SG Pilatus hielt noch eine Zeit lang gut mit, lag teilweise auch wieder in Führung. Nach 20 Minuten folgte aber eine Schwächephase bei den Innerschweizern, die Dietikon-Urdorf gnadenlos ausnutzte. Der Angriffsmotor lief wie geschmiert und mehrere Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen lassen. Bis zur Pause hatte sich der HCDU auf 16:11 abgesetzt.

Nach Schwächephase wieder aufgedreht

Gleich nach dem Tee machten die Limmattaler deutlich, dass sie die erspielte auf keinen Fall mehr abgeben wollten. Sie zogen auf 20:13 davon und das Spiel schien gelaufen. Doch just in diesem Moment, als sich viele der Sache womöglich etwas zu sicher waren, folgten einige Fehlwürfe. Die SG Pilatus kam mit überlegtem Konterspiel zu mehreren sogenannten einfachen Toren und schöpfte nach dem 22:18 neue Hoffnung.

Hätten die Luzerner die Chance genutzt, eine Minute später auf 22:19 heranzukommen, wer weiss, ob sie die Partie nicht noch hätten drehen können. Doch Katicic parierte im genau richtigen Moment einen immens wichtigen Ball und pushte seine Kameraden weiter nach vorne. Und tatsächlich! Katicics Vorderleute konnten den Schalter wieder umlegen und machten den Deckel drauf.

Nächsten Sonntag in Frick

In einer wichtigen Phase übernahm Jonas Affentranger viel Verantwortung und führte das Angriffsspiel seines Teams gekonnt. Mit überlegten Pässen und präzisen Würfen konnte sich der 26-Jährige profilieren. Dietikon-Urdorf zog wieder davon und entschied das Spiel, indem es mit bis zu zehn Toren in Führung lag. Am Ende resultierte ein ungefährdeter 32:23-Sieg.

Das Team verbleibt zwar auf dem sechsten Rang, verschafft sich aber im Strichkampf etwas Luft und hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf die Relegationsplätze. Das nächste Spiel steht am Sonntag gegen den TSV Frick an. Auch Frick ist hinter dem HCDU klassiert, aber genau deshalb mindestens so gefährlich wie alle anderen Teams.