Im gestrigen Limmattaler Derby war die Favoritenrolle klar vorgegeben. Dietikon-Urdorf führte die Tabelle nach acht Runden verlustpunktlos und souverän an, während Schlieren mit zwei Punkten die rote Laterne inne hat. Doch was sich in der Startminute in der Zentrumshalle in Urdorf abspielte, war doch sehr überraschend. Da führte der krasse Aussenseiter nach 60 Sekunden mit 2:0.

Doch die Reaktion der Einheimischen liess nicht lange auf sich warten und der Aussetzer wurde umgehend korrigiert. Nach gut drei Minuten führte der Gastgeber mit 3:2 und vermochte die knappe Führung in der Folge kontinuierlich auszubauen. Während Schlieren einen grossen Aufwand betrieb, vermochte Dietikon-Urdorf mit seiner gradlinigen und abgeklärten Spielweise das Skore zu erhöhen.

Dabei durfte der HCDU im Abschluss einmal mehr auf die Qualitäten von Topskorerin Olivia Yagura zählen, welche bestens durch Astrid Wehrli unterstützt wurde. Das Resultat war eine 11:5-Pausenführung, welche auch in dieser Höhe in Ordnung ging. Nach der klaren Führung zur Halbzeit war die Spannung nach der Pause natürlich weg.

Sieg war nie in Gefahr

Der HCDU kontrollierte mit dem klaren Vorsprung die Partie problemlos und kam nie in Gefahr, das Zepter aus den Händen zu geben. Ohne zu überzeugen feierte der HCDU mit 24:14 seinen neunten Saisonsieg in Folge, wobei Schlieren beim Gastspiel in Urdorf gleich drei wichtige Spielerinnen fehlten. So standen Schlieren-Trainer Antonio Ciccarese im Derby neben Torhüterin Viola Champion lediglich acht Feldspielerinnen zur Verfügung.

«Gegen den Leader erhofften wir uns einen Punktgewinn, doch im Abschluss fehlte es an der Effizienz. Unser Saisonziel bleibt der Ligaerhalt. Nun streben wir am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Tabellennachbar Albis Foxes/GC Amicitia einen Vollerfolg an», zeigte sich Schlieren-Trainer Antonio Ciccarese trotz der ungemütlichen Tabellenlage kämpferisch.

Trotz des Siegs zeigte sich HCDU-Trainer Peach Rusert über den Auftritt seiner Mannschaft nur bedingt zufrieden: «Zufrieden sein über ihre Leistung darf mit Ausnahme von Torhüterin Corinne Brändli wohl keine Spielerin. Dennoch sind wir mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden und mit sechs Verlustpunkten Vorsprung dürfte uns der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen sein».

Auch in 1. Liga mit Chancen

Der Gruppensieger qualifiziert sich zusammen mit sieben weiteren Mannschaften für das 2./1. Liga-Aufstiegsturnier vom 19. April, an welchem die drei 1.-Liga-Aufsteiger ermittelt werden. «Der HCDU hat sich als Ausrichter für dieses Turnier beworben, wobei der Ort noch nicht bestimmt wurde. Mit ein bis zwei Zuzügen sollten wir auch in der 1. Liga mithalten können», so Rusert weiter.

Dietikon-Urdorf - Schlieren

24:14 (11:5) - Zentrumshalle Urdorf - 40 Zuschauer - SR Hässig. - Torfolge: - 6:3, 10:4, 15:7, 18:10. - Strafen: 5-mal 2 Min. gegen Dietikon-Urdorf. 1-mal 2 Min. gegen Schlieren.

Dietikon-Urdorf: Brändle; Bilic, Dobitz (2), Iseli (1), Kijewski (2), Kunze (2), Neges (2), Rappo (2/2), Strässle (2), Strebel (1), Wehrli (5/1), Yagura (4), Zbinden (1/1), Weber.

Schlieren: Champion; Cvejic, Dunghi (1), Jolanda Frieden (2), Manuela Frieden (4), Hasler, Kantor (2/1), Naumann (1), Tännler (4/3).