Leicht war die Ausgangslage von Beginn weg nicht. Und nach dem Seitenwechsel schier unlösbar. Die zweite Mannschaft des HC Dietikon-Urdorf brauchte gegen Einsiedeln einen Sieg mit zehn Toren Differenz, bevor das Spiel angepfiffen wurde. Nach den zweiten 30 Minuten lag sie dazu noch mit drei Treffern zurück (15:18). Nach einem vielversprechenden Auftakt hatten es die als Gastgeber auf neutralem Terrain verpasst, der Begegnung etwas Spannung zu verleihen: Sie vertändelten leichtfertig Bälle und vermissten einen Torhüter, der mit seinen Paraden die Hoffnung nährte.

chön herausgespieltes Tor von Rinaldo Ruffiner

Schön herausgespieltes Tor von Rinaldo Ruffiner

Letztlich unterlagen die beherzt, aber glücklos auftretenden Limmattaler 31:35 und dienten damit als Staffage für die Aufstiegsfeier der Schwyzer. «Wir haben alles gegeben, gegen diese Klasse sind wir einfach nicht angekommen», sagte der wie immer bis in die Haarspitzen motivierte Thomas Wüthrich. Dem war nichts hinzuzufügen, was dieses Match anbelangt.
Doch das damit verbundene Verpassen des ersten Platzes könnte weitreichende Folgen haben. Denn damit muss die erste Mannschaft ihren Platz in der 1. Liga selbst retten.

HCDU-Ersatztorhüter Fabian Ammann hält einen Siebenmeter

HCDU-Ersatztorhüter Fabian Ammann hält einen Siebenmeter

Das kommt nicht aus heiterem Himmel. Das, und der Umstand, dass der Himmel über Zürich und Umgebung gestern seit langem wieder einmal heiter war, hielt die Unterstützung des Fanionteams in einem überschaubaren Rahmen: Lediglich Daniel Imhof und Tarek Grendelmeier waren in der Saalsporthalle zugegen. Sie sahen vielleicht auch die letzte Partie des «Zwei» in der 2. Liga. Denn trotz der erfolgreichen Saison muss die zweite Mannschaft absteigen, wenn das Fanionteam den Klassenverbleib nicht schafft: Zwei Teams des gleichen Vereins sind in der 2. Liga nicht erlaubt.

Gute Nachrichten hatte Sportchef Dominik Hari, was die Nachfolge des scheidenden Claude Bruggmann als Fanionteam-Trainer anbelangt. «Ich habe eine mündliche Zusage, in den nächsten Tagen sollte die Unterschrift folgen», sagt der Sportchef, der noch keinen Namen nennt. Es sei «ein Auswärtiger», der eine wichtige Bedingung erfülle: «Er wäre auch im Falle des Abstiegs nicht abgeneigt», sagt Hari. Es macht den Anschein, als ob immerhin eine Baustelle geschlossen wäre.