Gegen GC Amicitia konnte HCDU-Trainer Karsten Hackel erstmals in der laufenden Saison auf sämtliche Akteure zählen. Eine Ausgangslage, welche in der Stadthalle Dietikon einiges versprach. Doch die Zuschauer trauten ihren Augen kaum, als GC Amicitia in den Startminuten mit viel Tempo und Effizienz die Einheimischen dominierte. Angriff um Angriff rollte Richtung HCDU-Keeper Josip Katicic und nach nur sechs Minuten lagen die Gäste bereits mit 5:1 in Front.

Als fünf Minuten später sein Team bereits mit 2:8 im Hintertreffen lag, nahm Hackel ein Time-out und brachte anstelle von Katicic mit Andreas Regner einen frischen Torhüter ins Spiel. Dieses klare Zwischenergebnis nahm natürlich in der Folge die Spannung aus dem Spiel. In der Folge vermochte GC Amicitia unter der Regie des omnipräsenten Dario Hug die Partie zu kontrollieren. Einzig der erst 18-jährige Youngster Daniel Burla vermochte in der ersten Halbzeit für die Gastgeber Akzente zu setzen, ansonsten blieb die Mannschaft unter den Erwartungen. Der klare 8-Tore-Vorsprung der Stadtzürcher zur Pause war die logische Folge in dieser einseitigen Partie in den ersten 30 Minuten.

GC Amicitia liess nichts anbrennen

Nach dem Seitenwechsel fand der HCDU zwar besser ins Spiel, doch der Rückstand war zu gross. Leistungsträger wie Daniel Imhof und Luzi Tiefenauer versuchten ihr Team anzutreiben, dabei fehlte die letzte Entschlossenheit. So feierte GC Amicitia mit einer starken Kollektivleistung einen ungefährdeten und verdienten 26:20-Sieg, wobei sich beim Sieger gleich 12 verschiedene Akteure unter die Torschützen reihten.

«Dies war ein schlechter Handball-Abend für uns», zeigte sich ein HCDU-Fan nach Spielschluss ernüchtert. Auch HCDU-Trainer Hackel zeigte sich nachdenklich: «Wir fanden viel zu spät zu unserem Spiel, heute hat wenig zusammengepasst. Wir können mehr, doch vermochten wir gegen diesen individuell starken Gegner nicht die nötige Tagesform abzurufen. Während wir viel Aufwand betrieben, kam GC Amicitia mit Geduld und Effizienz zu diesem Sieg. Doch diese Niederlage gehört zu unserem Lernprozess und es gilt nun, daran zu arbeiten.» Mit dieser Niederlage rutschte der HCDU auf den siebten Tabellenplatz ab. Am kommenden Samstag muss der HCDU zu Fides nach St. Gallen reisen, ehe bereits am Sonntag Leader Pfader Neuhausen in der Stadthalle Dietikon gastiert.