Handball 1. Liga
Dietikon-Urdorf besiegt Lägern Wettingen – ein «alter Hase» dreht die Partie im Alleingang

Der HC Dietikon-Urdorf kann doch noch gewinnen. Im Spiel der letzten Chance schlägt er die SG Lägern Wettingen mit 24:18. Gerettet hat das Team vor allem der «alter Hase» Daniel Imhof.

Alessandro Crippa
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Daniel Imhof erzielte elf Tore.

Daniel Imhof erzielte elf Tore.

Zur Verfügung gestellt

Es war wie in einem Traum. Die Sirene ertönte und Dietikon-Urdorf stand als Sieger fest. Der Jubel war selbstverständlich gross und die Wettinger sassen betreten auf ihrer Bank. Der Abstiegskampf ist somit neu lanciert und der Barrageplatz für Dietikon-Urdorf noch zu holen.

Ein Start nach Mass

Das Spiel begann gut für die Gäste aus dem Kanton Zürich. Das 0:1 für sie durch Sebastian Röthlisberger war rückblickend sinnbildlich für die ganze Partie. Der Dietiker ging in den Abschluss, der Wettinger Block kam ein bisschen zu spät und der Ball fand den Weg durch die Beine von Torhüter Dennis Grana ins Tor.

Dietikon-Urdorf hat das Glück aber auch erzwungen. Mit den Aushelfern aus der zweiten Mannschaft, Philipp Wüthrich und Daniel Imhof, bekam das Angriffsspiel mehr Struktur. Die Spielzüge funktionierten und die Deckung stand deutlich stabiler als in den vergangenen drei Heimspielen.

 HCDU mit: Crippa / Agarkov; F. Biffiger (3), Brandt (1), Burla (1), A. Delay (1), T. Delay (3), Grendelmeier, Imhof (11), Marušàk (Debut), Reymond, Röthlisberger (2), Wüthrich (2/1).

Daniel Imhof und Sebastian Röthlisberger bildeten einen für die Wettinger fast nicht zu knackenden Innenblock. Mal für Mal rieben sich die Hausherren an ihnen auf und kamen nicht durch. Und so konnten sich die Gäste einen Vorsprung erarbeiten. 4:11 stand es nach 24 Minuten, als Jan Sedlacek das Time-Out einberief.

Imhof führt den HCDU zum Sieg

Vor der Pause folgte dann aber ein kleinerer Einbruch. Die Pässe wurden ungenau und die SG Lägern startete ihre Konter, von denen sie die meisten erfolgreich abschlossen. Nur noch 8:13 hiess es zur Pause, bei Wettingen keimte noch einmal Hoffnung auf.

Diese sollte einen Abbruch erleiden, wenn es nach den Dietikern ging. Doch das tat sie nicht. Plötzlich stand es nur noch 12:15. Drei Tore Vorsprung nur noch. Widerfährt es dem HCDU doch noch böse? Nein! Und das vorwiegend wegen Daniel Imhof. Der 33-jährige drehte auf und entschied die Partie praktisch im Alleingang. Am Ende standen dem «alten Hasen» elf Tore zu Buche!

Wettinger Experimente

Und so erarbeitete sich Dietikon-Urdorf auch wieder einen etwas komfortableren Vorsprung. Wettingen zeigte sich zwar bemüht, die Niederlage noch zu verhindern, aber die Truppe von Patrick Brunner hatte zu wenig Durchschlagskraft. Einzig Oliver Meier zeigte sich in Torlaune und markierte sechs Treffer.

Womöglich hatten die Wettinger die Abwesenheit der Gebrüder Eggenschwiler nicht verkraftet. Zudem fehlte mit Roman Schibli ein Regisseur verletzt und Dominik Lanter hatte sich während der Partie Schmerzen im Fuss zugezogen. Und der Trainer schien teilweise ganz skurrile Experimente zu machen, als plötzlich Hannes Zehnder - ein Linkshänder - auf dem linken Flügel auftauchte.

Chancenauswertung zu verbessern

Dem HCDU war das aber herzlich egal. Rückblickend sieht es nach einem sicheren Sieg aus. Dennoch muss gesagt werden, dass die Chancenauswertung nicht so rosig war. An dieser muss weiterhin gearbeitet werden.

Am Sonntag geht es gegen den SC Volketswil wieder um Punkte. Ob es diese für die Limmattaler gibt, wird sich am Sonntag ab 17 Uhr in der Urdorfer Zentrumshalle zeigen.