Fussball
Dietikon und zwei weitere Zürcher Teams ziehen Unmut auf sich

FCD-Stürmer Srdjan Aksic hat in der 2. Liga interregional drei Matches ohne entsprechende Spielberechtigung bestritten. Auch Küsnacht und Seefeld sollen Akteure eingesetzt haben, die nach der neuen Transferfrist verpflichtet worden sind.

Raphael Biermayr
Merken
Drucken
Teilen
Srdjan Aksic (Mitte) darf nur noch in der 4. Liga spielen.

Srdjan Aksic (Mitte) darf nur noch in der 4. Liga spielen.

Nach der Berechnung eines nicht genannt werden wollenden Vereins aus der Abstiegszone sollen in der Gruppe 5 mindestens zehn Begegnungen betroffen sein. Neben Partien mit der Beteiligung von Küsnacht und Seefeld – United Zürich legte am vergangenen Wochenende Protest ein – auch drei davon vom FC Dietikon. Am nicht reglementkonformen Einsatz von Neuzugang Srdjan Aksic besteht dabei kein Zweifel. Allerdings sind im Fall der Limmattaler die Fristen für einen formgerechten Protest verstrichen. Dieser muss vom gegnerischen Verein binnen acht Tagen respektive drei Tagen (nach dem 30. April) im Anschluss an die Partie hinterlegt werden.

Langenthal ist vor dem Spitzenkampf am Mittwoch sauer

Die Resultate der Matches mit nicht spielberechtigten Spielern betreffen Dietikon und damit auch das Aufstiegsrennen. Es kursieren Tabellen im Internet, wonach Thalwil neuer Leader wäre, würden den Limmattalern neun Punkte abgezogen. Allerdings hätten die Limmattaler in Kenntnis eines Protests, der nach spätestens zwei Partien fällig geworden wäre, Aksic kaum mehr eingesetzt. Vor dem Hintergrund dieser aufgeladenen Stimmung erhält der Spitzenkampf des FCD in Langenthal am Mittwoch (20 Uhr, Rankmatte) zusätzliche Brisanz. Die Berner haben als Zweitplatzierter vier Zähler Rückstand. Sie gehören zu den Vereinen, die sich beim Verband beschwert haben. Ihr Trainer Willy Neuenschwander moniert vor allem, dass man im Gegensatz zu Sperren, die auf der Verbandshomepage publik gemacht werden, nicht selbst überprüfen könne, ob ein Spieler eine gültige Spielberechtigung hat oder nicht. «Entsprechend machen Fristen für Proteste keinen Sinn» , sagt er. Neuenschwander reagierte enttäuscht auf die gestrige Information seitens des Verbands. «Von den Klubs wird immer Fairplay verlangt, während die Herren da oben genau das mit Füssen treten. Meines Erachtens ist das Wettbewerbsverzerrung, die vom Verband geschützt wird.» (bier)