Wasserball
Dietikon trocknet Winterthur ab

Der Start in die 2.-Liga-Meisterschaft ist dem WSC Dietikon geglückt. Die Limmattaler besiegten Winterthur II im Fondli mit 24:7. Aber Trainer Christian Fritschi mag deswegen nicht in verfrühte Euphorie verfallen.

Michel Sutter
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Dietikons Neuzugang Philipp Maier feiert einen gelungenen Einstand.christian boss

Dietikons Neuzugang Philipp Maier feiert einen gelungenen Einstand.christian boss

Beeindruckend war er, der erste Auftritt des WSC Dietikon in der 2.-Liga-Saison. Die Limmattaler dominierten die Gäste aus Winterthur fast über die gesamte Spieldauer. Nur gerade im ersten Viertel vermochten die Gäste mitzuhalten, als sie zum 1:1 ausgleichen konnten und dann mit zwei Pfostenschüssen Pech hatten. Danach aber erspielte sich Dietikon bis zum Ende des ersten Abschnitts einen Zwei-Tore-Vorsprung, bis zur Spielhälfte lagen die Limmattaler mit vier Toren Differenz vorn.

Ab dem dritten Viertel spielten nur noch die Gastgeber. Winterthur war in der Defensive überfordert und vermochte keine passende Antwort auf die Dietiker Dominanz zu geben. Somit war das Schlussresultat von 24:7 auch in dieser Höhe verdient und gar noch schmeichelhaft für Winterthur: Die Gastgeber hätten mit einer besseren Chancenauswertung noch höher gewinnen können.

Starker Auftritt in der Defensive

Nach der Partie gab Dietikons Spielertrainer Christian Fritschi zu, dass er den Sieg in dieser Höhe nicht erwartet hätte. «Das erste Spiel ist immer schwierig einzuschätzen», meinte er. «Aber ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, sie solle es ruhig und konzentriert angehen.» Diese Devise nahmen sich die Dietiker offensichtlich zu Herzen. Vor allem in der Defensive standen sie sicher – allen voran der neue Torwart Milan Milovanovic, der eine tolle Partie zeigte und manche Torchance der Winterthurer mit seinen hervorragenden Reflexen zunichtemachte. «Milan hat schon in den Vorbereitungsspielen sein Können angedeutet», erklärte Fritschi. «Seine Leistung überrascht mich daher nicht. Man sieht einfach, dass er ein ausgebildeter Torhüter ist.»

Neu in der Mannschaft ist auch Philipp Maier, der unter anderem bei Tristar in der Nationalliga B gespielt hat und von dem sich die Dietiker in dieser Saison viel erhoffen. Mit dessen Leistung war Fritschi ebenfalls sehr zufrieden. «Philipp ist sehr schnell und beweglich», anerkannte Fritschi. «Und er hat sich gut in die Mannschaft integriert.»

Euphorie wäre fehl am Platz

Die beiden Neuen haben also überzeugt, aber nicht nur sie. Auch für die Nachwuchsspieler Benedikt und Christoph Schenker sowie Luka Sporcic, die im Einsatz standen, hatte Fritschi nur lobende Worte übrig. «Die drei haben innerhalb eines Jahres grosse Fortschritte gemacht und sind auch sehr zuverlässig», sagte er.

In Euphorie mag der Trainer wegen des Sieges aber nicht verfallen. Das erklärte Saisonziel bleibt dasselbe. «Wir wollen uns im vordersten Tabellendrittel festsetzen», erklärte Fritschi. Mit dem Sieg gegen Winterthur haben die Limmattaler schon mal den ersten Schritt dazu gemacht.