Doch dieses Unterfangen erweist sich als schwierig. Aus den ersten neun Partien resultierten lediglich fünf Zähler. So stieg der WSC Dietikon als Tabellenvorletzter in sein letztes Heimspiel in der laufenden Saison gegen Schaffhausen.

Sechs Tage zuvor hatte man das Gastspiel in der Munotstadt gegen den gleichen Gegner klar mit 4:15 verlor. Die Limmattaler verblüfften gegen die Nordschweizer, die als Tabellenzweiter bisher erst einmal verloren hatten.

Trotz der Absenz von Stammhüter Oliver Hofstetter, der wegen einer Augenentzündung pausieren musste, spielten die Gastgeber von Beginn weg keck auf. In der Startphase lag Dietikon in Front, ehe die Schaffhauser in der 13. Minute erstmals mit 9:8 in Führung gingen. Nach der ersten Pause raffte sich der routinierte und spielstarke Favorit auf, wobei die Schaffhauser von zahlreichen Dietiker Abspielfehlern profitierten.

Schaffhausen zieht davon

Die vorentscheidende Phase folgte im dritten Abschnitt, als die Schaffhauser auf 15:10 davonzogen. Dabei blieb Dietikon während elf Minuten ohne Torerfolg. Kurz vor Schluss führten die Gäste schliesslich diskussionslos mit 22:15, ehe Christian Fritschi und Philipp Meier mit ihren späten Toren noch für Resultatkosmetik sorgten.

Spielertrainer Siegfried zeigte sich über den Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht und brachte dies in der anschliessenden Matchbesprechung auch klar zum Ausdruck. «Gegen Schaffhausen hat heute nicht so viel gefehlt, ein Punktgewinn wäre möglich gewesen.

Doch bauten wir mit unseren individuellen Fehlern und den Unkonzentriertheiten den Gegner auf, der seine Chancen resolut ausnutzte.» «In dieser Phase spielten wir kopflos auf», ergänzte der Dietikons Technischer Leiter und Spieler Stefan Herde nach der Partie.

Dennoch ist er vom Potenzial der Mannschaft überzeugt. Es gebe Gründe für die Baisse: «In den vergangenen Wochen absolvierten viele Spieler mit ihren Einsätzen in der ersten und zweiten Mannschaft ein happiges Programm.»

Steigt einer ab?

Offen ist gegenwärtig, ob das Absacken auf den Schlussrang Konsequenzen nach sich ziehen würde. Also, ob es überhaupt einen Absteiger aus der 1. Liga gibt. «Die Frage ist, ob ein Zweitligist aufsteigen möchte», führt Herde aus. Unabhängig davon will sich Dietikon in den restlichen fünf Auswärtsspielen bis zum Saisonende am 10. Juli von der ungemütlichen Tabellensituation verabschieden. Herde stellt klar: «Letzter werden wir nicht.»