Am Schluss sah man nur hängende Köpfe bei den Gastgebern. Toll gekämpft, lange in Front gelegen gegen den Gast aus Lenzburg, doch am Ende waren statt der drei Punkte, nur deren einer.

Die entscheidende Szene der Partie vor 325 Zuschauern ereignete sich in Minute 84: Dietikons eingewechselter Premton Brahimi wurde von rechts aussen mit einer ideal geschlagenen Flanke bedient, schaffte es aber aus rund 4 Metern, das leere Tor nicht zu treffen. Stattdessen hämmerte er die Kugel Richtung Himmel. Es wäre das wohl siegesbringende 3:1 für den FC Dietikon gewesen.

Lenzburg fasste nochmals Mut, Solak nahm zwei Minuten später sein Herz in die Hand und schoss die Aargauer mit einem schönen Distanzschuss aus rund 20 Metern doch noch zum Punktgewinn. Dietikons Goalie Sven Gammel, zuvor mit einigen tollen Paraden, stand unglücklicherweise dabei auch noch ein, zwei Meter zu weit vor seinem Kasten.

Spieler nehmen Schuld auf sich

«Wir sind selber schuld am Resultat», fasste Dietikons Marjan Jelec dieses Remis nach Spielschluss kurz und knapp zusammen. «Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und dann wird man im Fussball halt bestraft. Das 2:2 ist natürlich enttäuschend, doch im nächsten Spiel werden wir versuchen es wieder besser zu machen», so Jelec weiter.

Schlecht war nicht alles am Spiel des FC Dietikon gegen Lenzburg. Vor allem einsatzmässig war die Darbietung tadellos. Praktisch jeder wichtige Zweikampf wurde offensiv wie defensiv gewonnen. Und auch die Tore fielen zunächst zum richtigen Zeitpunkt. So kam Dietikon früh nach sechs Minuten zur 1:0-Führung. Miijkovic legte mit einem berechtigen Penalty in Minute 59 nach.

Doch bekanntlich gilt ja das Sprichwort «Wer sie vorne nicht macht, kassiert sie irgendwann hinten». Dies traf für den FC Dietikon ein. Denn neben der erwähnten Top-Chance in der 84. Minute, hatten die Mannschaft von Dietikon-Trainer Goran Ivelj noch zwei, drei weitere gute Gelegenheiten, den Sack zuzumachen. Unvermögen oder Lenzburgs Keeper standen aber schlussendlich im Weg.

«Werden an den richtigen Schrauben drehen»

Ivelj haderte kurz nach Spielende mit seinen Spielern: «Schlussendlich sind meine Spieler selber verantwortlich, was auf dem Platz passiert, da kann ich als Trainer nur bedingt was tun. Die nächste Trainingswoche werde ich aber versuchen, an den richtigen Schrauben zu drehen, damit wir wieder auf die Siegesstrasse zurückfinden.»

Muss er auch, will der FC Dietikon am Samstag im Auswärtsspiel gegen den FC Olten wieder gewinnen.