Wasserball

Dietikon kann sich auf dem Weg zum Aufstieg nur noch selbst schlagen

Nach dem 26:8-Erfolg der Limmattaler gegen Kloten ist der Aufstieg in die 1. Liga fast nur noch Formsache. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der NLB vor bald sechs Jahren geht es aufwärts.

Ein Spitzenspiel sollte es werden – eine Gala ist es geworden. Die Dietiker liessen im Hallenbad Fondli in keiner Phase des Spiels auch nur einen Zweifel aufkommen, wer als Sieger des Gipfeltreffens aus dem Becken steigen wird. Schlicht zu abgeklärt im Angriff und zu fehlerlos in der Abwehr agierten die Limmattaler.

Vor allem in Unterzahl zeigte sich der Leader einmal mehr in blendender Verfassung. Auch wenn Spielertrainer Patrick Siegfried weiterhin auf die Euphoriebremse drückt: «Wir schauen von Spiel zu Spiel und müssen weiterhin gut trainieren.» Die Frage nach dem Aufstieg in die 1. Liga scheint nach diesem zweiten Sieg im zweiten Duell innert kürzester Zeit gegen Mitkonkurrent Kloten geklärt. Denn Kloten und das drittplazierte SK Sparta Konstanz haben nur noch theoretische Chancen, die Limmattaler zu überholen.

Der weite Weg zurück

Doch so erfolgreich verliefen bisher nicht alle Saisons in der mittlerweile fast 30-jährigen Vereinsgeschichte: Im Dezember 2007 zogen sich die Dietiker selbst aus der Nationalliga B zurück. Der Trainingsbesuch war schlicht zu mager, dazu verliessen wichtige Teamstützen die Mannschaft. Der Verein machte in der 2. Liga, in der untersten Spielklasse also, einen Neuanfang. Der Erfolg liess lange auf sich warten. Mittlerweile sind einige Spieler der NLB-Zeit wieder zurückgekehrt. Sie bilden nun das Grundgerüst der Mannschaft. Unterstützt werden sie durch mehrere junge Spieler.

Hohe Trainingspräsenz

Oft wird von der «perfekten Mischung» zwischen Erfahrung und Unbekümmertheit gesprochen. Auch Siegfried schliesst sich dem sichtlich begeistert an: «In unserem Team sind alle hungrig. Unser Erfolg ist der Lohn für die harte Arbeit.» Es erstaunt auch nicht, dass sich der Trainingsbesuch im Vergleich zu damals deutlich verbessert hat. Meistens besucht fast die komplette Mannschaft die beiden wöchentlichen Trainings. Der angestrebte Aufstieg wäre folglich nicht nur die Krönung einer tollen Saison, sondern auch die Entlöhnung vieler mühseligen Stunden harter Arbeit.

Ob es mit dem Aufstieg auch wirklich klappt, wird sich in den letzten vier Spielen der Saison weisen. Mit zwei Siegen in den beiden Partien vor heimischem Publikum wäre den Limmattaler das Kunststück bereits gelungen. Fest steht: Schlagen können sich die Dietiker nur selbst.

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