2. Liga interregional
Dietikon besiegt Subingen und strapaziert die Nerven der Fans

Der FC Dietikon strapazierte die Nerven seiner Fans. Er lag 2:0 in Führung und kassierte wieder zwei Gegentreffer. Er musste auch in den letzten Minuten gegen den limitierten Kontrahenten Subingen noch um den Sieg zittern.

Raphael Biermayr
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Es gab zwei Sichtweisen auf das gestrige Match der Dietiker Fussballer gegen Subingen in der 2. Liga interregional. Einerseits die wohlwollende: Der FCD verwöhnte die – erneut wenigen – Zuschauer wie schon in der Vorwoche mit Spektakel. Nach einem frühen Rückstand drehten die Gastgeber die Partie, ehe sie den Ausgleich hinnehmen mussten und bei brütender Hitze die neuerliche Führung erzwangen, um den Erfolg schliesslich bei brütender Hitze heldenhaft über die Zeit zu retten. Andererseits die mäkelnde: Dietikon kassierte wieder zwei Gegentreffer und musste gegen einen limitierten Kontrahenten in den letzten Minuten gar um den Sieg zittern. Für beide Standpunkte gab es Vertreter im Dietiker Lager. Unter dem Strich aber war man sich einig: Das Wichtigste war der zweite Sieg im zweiten Spiel.

Einigkeit herrschte auch darüber, dass die Limmattaler eine spielerisch überragende erste Halbzeit zeigten. Ball und Gegner laufen lassend, warteten sie auf ihre Chance. Darauf hatte der überraschende Führungstreffer der Solothurner (8.) keinen Einfluss. Goalgetter Luca Dimita, nach einem herrlichen Dabic-Pass, und der superbe Altin Gashi, nach einer Mansouri-Flanke, korrigierten den Fehlstart mit einem Doppelschlag binnen 71 Sekunden (18./19.).

«Wir verpassten danach, den Sack zuzumachen», sagte Captain Naim Haziri später rückblickend. Stattdessen fiel das 2:2 nach der zweiten gefährlichen Situation der hervorragend eingestellten Gäste: Captain Daniel Wiedmann nickte eine Freistossflanke ein. FCD-Torhüter Joao Ngongo zögerte dabei – ein Fehler, wie in der Halbzeit auch Renato Casanova anmerkte, in früheren Zeiten ein Vorgänger Ngongos auf der Dornau. «Ich muss da rauskommen, dann habe ich den Ball», zeigte der Gescholtene Einsicht.

Es stellt sich im Anschluss die Frage, ob dieses Zögern Auswirkungen auf die Torhüterfrage hat. Der Neuzugang und die vormalige Nummer 1 Shqiptar Hamdiu liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz im Tor. «Ein Torhüter wird nicht wegen eines Fehlers ausgewechselt – über das ganze Spiel gesehen hat Joao sackstark gespielt», setzte Goalietrainer Slaven Matan den Spekulationen ein Ende. Matan sprach vor allem die Schlussphase an. Dimita traf zunächst zum 3:2 (81.). Subingen warf daraufhin alles nach vorn und stellte die nachlässig konternden Dietiker vor grosse Probleme. Ngongo zeigte sich zweimal reaktionsstark, und als er doch geschlagen war, rettete Ibrahima Diaby auf der Linie. Die Enttäuschung war abgewandt, Rifino setzte mit dem 4:2 den Schlusspunkt.