Da aufgrund des Umbaus des Freibads Fondli noch keine einzige Trainingseinheit an der frischen Luft möglich war – während die Thurgauer bereits mehrere Meisterschaftsspiele im Freibad bestritten hatten –, waren sie Dietiker vor ihrem ersten Spiel in einem Aussenbecken etwas nervös. Ausserdem waren sich die 2.-Liga-Wasserballer auch nicht sicher, wie gut sie mit den misslichen Bedingungen, den kühlen Temperaturen und dem Dauerregen klarkommen würden.

Die zweite Garnitur

Die anfänglichen Bedenken lösten sich dann aber schnell in Luft auf. Denn beim SC Frauenfeld II kam zu Beginn des Spiels nur die zweite Garnitur zum Einsatz, und diese wurde von den Dietikern klar dominiert. Der beruhigende Zwischenstand von 7:1 ermöglichte es Spielertrainer Patrick Siegfried, bereits zur ersten Pause den Ersatzspielern viel Einsatzzeit zu geben. Diese konnten den Vorsprung der Dietiker bis zur Halbzeitpause noch einmal auf 11:3 ausbauen.

Im dritten Viertel schwächelten die Limmattaler dann etwas im Abschluss und trafen gleich sechs Mal nur die Torumrandung. Dies war aber aufgrund des deutlichen Vorsprungs zu verkraften. Denn die Dietiker verteidigten auch in dieser Phase geschickt und gestanden den Thurgauern kaum Torchancen zu. Im letzten Spielabschnitt kam das Abschlussglück dann wieder zurück zu den Dietikern, die noch einmal fünf Tore zum klaren 18:6-Sieg erzielen konnten.

Punktgleich an der Spitze

Der WSC Dietikon hat jetzt bereits die Hälfte der Meisterschaftsspiele hinter sich und liegt punktgleich mit dem WSC Kloten und Sparta Konstanz an der Tabellenspitze. Beide Konkurrenten haben allerdings bereits zwei Spiele mehr absolviert. Die Limmattaler befinden sich also auf bestem Weg zum Gruppensieg und dem damit verbundenen Aufstieg in die erste Liga.

Ein Grund für den Höhenflug der Wasserballer sind sicherlich die erfahrenen Spieler, die auf diese Saison neu zu den Dietikern gestossen beziehungsweise zu ihrem ehemaligen Verein zurückgekehrt sind. Insgesamt stehen Spielertrainer Patrick Siegfried 19 Spieler zur Verfügung, die sich alle um einen der dreizehn verfügbaren Plätze im Team streiten. Dieser Konkurrenzkampf wirkt sich einerseits positiv auf die Trainingsbeteiligung aus, andererseits konnte man aufgrund des breiten Kaders bisher auch bei Auswärtsspielen immer auf sechs Reservespieler am Beckenrand zurückgreifen, was in den vergangenen Jahren keine Selbstverständlichkeit war.

Nun stehen für die Dietiker zwei weitere Auswärtsspiele gegen die WBA Tristar II und den WSC Kloten an. Mit zwei weiteren Siegen könnten die Limmattaler einen grossen Schritt in Richtung Aufstieg machen.