Unter der Leitung des Schweizer Headmasters Chul-Kyung Lee, unterstützt durch Meister Ralf Sommerfeld und Instruktor Yanick Bisang, schwitzten die Mitglieder des Schweizer Haidong Gumdo Mulimpia-Kaders letzten Samstag im luzernischen Meggen.

Haidong Gumdo ist die traditionelle koreanische Schwertkunst und wird seit über 10 Jahren in der Schweiz unterrichtet. Sie ist eine von mehreren Kampfkünsten, die an der Mulimpiade vertreten sind. Das Ziel der Schweizer Recken sind ganz klar Medaillenerfolge an der Euro-Mulimpiade am 14. und 15. Oktober in Köln, Deutschland. Die Schweizer Nationalmannschaft hat schon seit über 10 Jahren wiederholt grosse Erfolge in Haidong Gumdo feiern können.

Zum Schweizer Kader gehören dieses Mal auch fünf Schüler aus der Dietiker Shim Sang Schule und deren Schulleiter Meister Ralf Sommerfeld. Für die noch junge Schule in Dietikon ist es ein ganz besonderer Anlass. «Wir sind erstmals als grössere Gruppe gemeinsam an einem internationalen Wettkampf vertreten und ich bin stolz auf die Qualität, die Disziplin und die Motivation meiner Schüler», freut sich Meister Sommerfeld.

Grosse Hoffnungen setzt er insbesondere auch in Marcel Storchenegger. Als einziger Dietiker Schüler hat er bereits internationale Erfahrungen sammeln können und in der panamerikanischen Mulimpiade im Juli diesen Jahres Bronze im Papierschnitt geholt. Damit hat er sich in den Annalen der Dietiker Haidong Gumdo Schule verewigt als erster Schüler mit einer internationalen Medaille.

Auch für Meister Sommerfeld gilt es an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Der erfahrene Wettkämpfer hat sich unter anderem schon Gold und Bronze an den Weltmeisterschaften sowie Gold an den Europameisterschaften sichern können.

Jedoch relativiert er selber den vermeintlichen Druck: «Für mich ist das Wichtigste das Gemeinschaftserlebnis und die Unterstützung meiner Schüler.» So freut er sich mit dem fünfköpfigen Dietikon-Team (Lia und Dino Umiker, Leo Wildermuth, Maurizio Cocchetti und Marcel Storchenegger) nach Deutschland zu reisen und zwei spannende Tage im Zeichen der Kampfkunst und im Kreise der Haidong Gumdo Familie zu verbringen.

Köln ist der erste Austragungsort der europäischen Variante dieses Kampfkunstanlasses. Die Idee dieser Kampfkunstolympiade, die sogenannte Mulimpiade, stammt aus Korea. Der Welt Haidong Gumdo Verband hat 2013 zum ersten Mal diverse asiatische Kampfkünste eingeladen, um sich gemeinsam in freundschaftlicher Atmosphäre zu messen und auszutauschen.

Klassischerweise sind unter den teilnehmenden Kampfkünsten Taekwondo, Karate, Tangsoodo, Wushu, Karate und Haidong Gumdo. Dies ist ebenso der Fall in Köln.