Handball
Die Zuzüge beim HCDU lassen weiterhin auf sich warten

Dietikon-Urdorf kämpft während der Vorbereitung auf die kommende 1.-Liga-Saison mit dem bekannten Problem des schmalen Kaders. Der neue TrainerKarsten Hackel ist dennoch positiv gestimmt.

Claudine Müggler
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Christian Hilkinger (in Blau) und Co. vom HCDU wollen weniger Widerstand als letzte Saison.

Christian Hilkinger (in Blau) und Co. vom HCDU wollen weniger Widerstand als letzte Saison.

Alexander Wagner

Die Gruppe ist überschaubar. Beim ersten Testspiel des HC Dietikon-Urdorf sind genau sieben Feldspieler und zwei Torhüter zugegen. Momentan seien noch einige Spieler verletzt, «aber die Personaldecke ist mit dreizehn bis vierzehn Spielern bei uns doch eher dünn», sagt der 39-jährige Hackel. Man sei jedoch noch mit zwei, drei Spielern im Gespräch, die eventuell im Verlauf der Vorbereitung noch zum Team stossen würden. Doch sei noch nichts definitiv.

Überall Verbesserungspotenzial

Wie hat sich das Training unter Hackel im Vergleich zu Vorgänger Claude Bruggmann verändert? Torwart Andreas Regner sagt: «Die Intensität ist viel höher, das Training hat Hand und Fuss. Ausserdem kommt uns Torhütern sicherlich zugute, dass Karsten Hackel früher selbst im Tor stand.» Der Deutsche, der das Team bereits vor seiner Übernahme beobachtet hatte, schildert seine Eindrücke folgendermassen: «In allen Bereichen müssen Nuancen verbessert werden.» Begonnen hat man nun mit Kraft- und Ausdauertraining.

Er wolle das Team von hinten nach vorne verbessern, daher hat er erst mal die Abwehr umgestellt. «Beim Testspiel haben wir gesehen, dass das neue System funktioniert. Wir waren sehr schnell unterwegs.» Weiter analysierte Hackel: Wir sind auf dem richtigen Weg.»

Kompromisse wegen der Arbeit

Drei Mal in der Woche trainieren die Limmattaler in der Saisonvorbereitung. Immer alle Spieler im Training zu haben, sei aber schwierig. Alle Männer sind nebenbei zu 100 Prozent arbeitstätig. «Die Mannschaftsaufstellung wird nicht davon abhängen, wie oft jemand im Training war. Es ist für alle schwierig, regelmässig zu kommen», erklärt Hackel, «die Leistung wird über Einsatz oder Nichteinsatz bestimmen.»

In der vergangenen Saison sicherte das Team den Verbleib in der 1. Liga erst in der Abstiegsrunde. «In der nächsten Saison wollen wir das vermeiden», betont sagt Torwart. «Das Mittelfeld ist unser angestrebtes Ziel», ergänzt Hackel. «Wenn die erwähnten Spieler noch zu uns stossen, liegt eventuell sogar mehr drin.» Die neue Saison beginnt für die Handballer am ersten Septemberwochenende. Bis dahin sollten alle offenen Fragen geklärt sein.