Eishockey
Die Wings zeigen erneut Moral

Die Limmattaler besiegen Küssnacht am Rigi nach einem Zwei-Tore-Rückstand mit 6:4. Damit findet der Höhenflug der Wings seine Fortsetzung. Mit 12 Punkten sieht es für sie sehr gut aus, dass sie die Meisterrunde erreichen.

Beat Hager
Merken
Drucken
Teilen
Limmattal Wings
5 Bilder
foto2
foto3
foto4
foto5

Limmattal Wings

Alexander Wagner

Die Erfolgsgeschichte bei den Limmattal Wings geht ungebremst weiter. Der kecke Aufsteiger besiegte im 3.-Liga-Duell mit Küssnacht am Rigi einen Mitbewerber auf die Meisterrunde im Wettinger Tägerhard mit 6:4, nachdem die Innerschweizer nach 23 Minuten noch mit 4:2 führten. Doch eine Leistungssteigerung im Schlussdrittel sorgte für die verdiente Wende. Und das, obwohl Wings-Trainer Mike Weiss auf gleich vier verletzte Akteure verzichten musste: Thomas Gebistorf, Jürg Dietiker, Reto Schneider und Oliver Bowalle.

Die Limmattaler agierten von Beginn an hektisch und nervös. Dennoch sorgte Topskorer Cyrill Hruby in der siebten Minute für die 1:0-Führung. Doch die Freude war bei den Einheimischen nur von kurzer Dauer: Innert nur 123 Sekunden erzielten die Zentralschweizer drei Treffer in Folge, wobei Captain Marco Birrer noch vor der ersten Drittelspause der Anschlusstreffer gelang.

Im Mitteldrittel besassen die Wings zwar mehr Spielanteile als Küssnacht, doch blieben sie Mal für Mal an der vielbeinigen Gästeabwehr hängen. «In dieser Phase suchten wir zu wenig den Abschluss und es fehlte an der Abgebrühtheit», sagte Wings-Trainer Weiss. Bisher präsentierte sich die erste Sturmlinie mit Hruby, Hani Weber und Alexander Marty mit insgesamt 18 Toren äusserst abschlussstark. Aber gegen Küssnacht vermochte das Trio nicht mehr an die starken Leistungen aus den vergangenen Partien anzuknüpfen.

Aufopfernde Worte des Coachs

«Jetzt gilt es, ruhig zu spielen und die Nervosität abzulegen. Wir müssen nun die Freude am Eishockey wieder aufzeigen und präsentieren», mit diesen Worten machte Weiss nach 40 Minuten in der Kabine seinem Team neuen Mut. Und tatsächlich kehrten die Wings zum Schlussdrittel wie verwandelt auf das Eis zurück. Schnörkellos und abgeklärt spielten die Limmattaler auf, wobei Küssnacht einige unnötige Strafen kassierte.

Im Schlussdrittel sorgten Christian Arpagaus, Alexander Marty sowie Hani Weber mit ihren Treffern für die Wende in diesem Spiel. «In den ersten beiden Dritteln boten wir Brechstangen-Eishockey und haben uns schlecht verkauft. Doch jetzt bin ich stolz, dass wir die Wende in diesem eminent wichtigen Sechs-Punkte-Spiel doch noch geschafft haben.», so der Limmattaler Cheftrainer weiter.

Damit findet der Höhenflug der Wings seine Fortsetzung. Mit 12 Punkten sieht es für sie sehr gut aus, dass sie die Meisterrunde erreichen, also einen Platz unter den ersten vier Mannschaften.