Fussball
Die Verletzungsserie der Schlieremer Fussballerinnen reisst nicht ab

Schlierens 1.-Liga-Frauen lassen sich trotz Verletzungen nicht entmutigen. Die Hälfte des Kaders ist beim Aufsteiger angeschlagen. Beim 1:1 gegen Altstetten bewies das Team aber Moral.

Oliver Winistörfer
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Unschöne Szene: Torfrau Bille Schmitter wird hart attackiert.

Unschöne Szene: Torfrau Bille Schmitter wird hart attackiert.

roland jaus

Die Rolle als Aufsteiger in eine höhere Stärkeklasse ist nie einfach. Dies musste auch das zweite Team des FC Schlieren in der 1. Liga merken. Die Spielerinnen von Trainer Mauro De Corso mussten sich mit vier Punkten und dem drittletzten Platz bisher zufrieden geben. «Unsere Vorbereitung war ehrlich gesagt ziemlich durchzogen», musste De Corso zugeben.

11 Spielerinnen nicht fit

Der gebürtige Italiene hatte einige Verluste zu beklagen, wie der Trainer der Schlieremerinnen erzählt: «Unsere Verletztenliste ist schon seit Anfang an sehr lang. So mussten einige den Saisonstart verschieben oder konnten erst spät in die Vorbereitung einsteigen.» Das Verletzungspech hängt den Limmattalerinnen noch immer an: «Wir sind ehrlich gesagt ein halbes Lazarett. Von 25 Spielerinnen in unserem Kader sind momentan nur gerade 14 physisch einsatzbereit.» Eine schwierige Aufgabe also für De Corso und seinen Trainerkollegen Daniele Santangelo.

Vom Ziel wollen die Trainer der zweiten Frauenmannschaft des FC Schlieren aber nicht ablassen, wie de Corso unterstreicht: «Wir wollen mit unseren Spielerinnen den Ligaerhalt schaffen. Das war am Anfang der Saison unser Ziel und ist es noch jetzt.»

Einen grossen Unterschied zwischen der 2. und der 1. Liga, den De Corsos Team in der Sommerpause auszugleichen versuchte, sei aber auch die Intensität: «Da es nur noch zwei Gruppen gibt, ist es in diesem Jahr sicher zu einer Niveausteigerung gekommen. Die Konkurrenz ist stark und wir müssen alles geben, um unser Ziel zu erreichen. Ich bin jedoch zuversichtlich, denn ansonsten würde ich ein solches Engagement gar nicht annehmen.»

Torfrau Schmitter musste behandelt werden

Am Samstag ging es für die Schlieremerinnen gegen Altstetten in ein richtungsweisendes Derby. Auch in dieser Partie wurden die Limmattaler Nerven durch Verletzungspech stark strapaziert. So lag Torhüterin Bille Schmitter nach etwas mehr als fünfzehn Minuten nach einem überharten Einsteigen einer Altstetterin am Boden und musste behandelt werden.

Die gebürtige Deutsche wollte aber nicht ausgewechselt werden und biss auf die Zähne. Die Gemüter waren nach diesem unsportlichen Foulspiel erhitzt und die Zweikämpfe wurden gehässiger geführt. Die Schützlinge von De Costa und Santangelo liessen sich von der harten Spielweise der Gegnerinnen jedoch nicht unterkriegen und spielten mit viel Zug nach vorne. Trotz einer verdienten Führung durch Raphaela Luchsinger mussten die dann zu sehr nach vorne orientierten Schlieremerinnen letztlich in der 85. Minute doch noch den ärgerlichen Ausgleich hinnehmen und die Punkte teilen.

Daniele Santangelo zog trotz des Unentschiedens eine positive Bilanz: «Sicherlich kann man sagen, dass wir heute zwei Punkte verloren haben, aber die Spielerinnen haben eine sehr gute Leistung gezeigt trotz der schwierigen Situation durch die Verletzungen. So werden wir den Ligaerhalt schaffen.»