In der brandneuen Halle Rocspot in Lausanne Echandens hatte die Schweizer Sportkletterelite zum letzten Mal in dieser Saison die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Das Teilnehmerfeld war mit insgesamt 39 Athletinnen und Athleten recht überschaubar. Für einige war der späte Zeitpunkt in der Saison nicht ganz ideal. So fehlte etwa Katherine Choong, die Titelträgerin 2013 – sie ist gerade auf einer Weltreise.

Doch diejenigen, die angetreten waren, gaben ihr Bestes. In der Qualifikationsrunde gab es zwei Routen zu bewältigen. Die erste davon war bei den Frauen und Männern eine eher leichte Aufgabe – die eigentliche Herausforderung lag in der zweiten. Hier zeigte sich, wer genug Ausdauer mitbrachte, um in die Finalrunde zu gelangen.

Rebekka Stotz wurde hier ihrer Favoritenrolle gerecht und toppte beide Routen souverän. Ihr dicht auf den Fersen war jedoch die Bielerin Anne-Sophie Koller, die U18-Schweizermeisterin im Lead des letzten Jahres. Sie lieferten sich im Finale ein Kopf-an Kopf-Rennen, das schliesslich Rebekka Stotz für sich entscheiden konnte.

Damit gewann die Urdorferin auch die Gesamtwertung 2014 des Bächli Swiss Climbing Cup. Darin zählen die drei besten Ergebnisse in den nationalen Wettkämpfen, welche die Athletin in der Saison erzielt hat.

Kevin Heiniger schafft den Gesamtsieg

Bei den Männern liess sich die Favoritenrolle nicht ganz so klar zuteilen. Hier schaffte schliesslich überraschend Thomas Schmid aus Mühleberg als Bester den Einzug ins Finale. Überraschend deshalb, weil der 27-jährige seit 2010 keine Wettkämpfe mehr bestritten hatte. Was aber offensichtlich keine Rolle spielte, denn den Platz an der Spitze liess er sich auch nicht mehr nehmen und setzte sich gegen Moritz Waldleben durch. In der Gesamtwertung konnte jedoch der Schwarzenbacher Kevin Heiniger – trotz seines nur 4. Rangs in Lausanne – triumphieren. Er zeigte über die Saison hinweg konstante Leistungen.