Eishockey
Die Urdorfer Stiere wollen vorzeitig in die Finalrunde

Am kommenden Wochenende kann der EHC Urdorf die 3.-Liga-Finalrunde erreichen. Die Voraussetzungen sind ein Sieg morgen gegen Seetal sowie Schützenhilfe vom Lokalrivalen Limmattal Wings.

Raphael Biermayr
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Urdorf (Samuel Kuoni, rechtis) will es auch am Samstag gegen Seetal krachen lassen.

Urdorf (Samuel Kuoni, rechtis) will es auch am Samstag gegen Seetal krachen lassen.

Am kommenden Wochenende kann der EHC Urdorf die 3.-Liga-Finalrunde erreichen. Die Voraussetzungen sind ein Sieg morgen gegen Seetal (19.45 Uhr, Südi, Hochdorf) sowie Schützenhilfe vom Lokalrivalen Limmattal Wings. Dieser spielt am Sonntag in Seewen (18.30 Uhr, Zingel). Im Fall eines Erfolgs des Nachbarn sind die «Stiere» vor dem letzten Spieltag nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Kleines Eisfeld

Auf den ersten Blick ist der EHCU gegen die Zentralschweizer klar zu favorisieren. Auf den zweiten offenbart sich, dass die beiden eng beieinanderliegen. In der Qualifikation gewann Urdorf das erste Aufeinandertreffen 3:1, verlor aber das zweite 3:4. Die Luzerner haben einen grossen Vorteil: den Käfig.

Charakteristisch für die improvisierte gedeckte Kunsteisbahn ist der Maschendraht, der den Rink anstelle des üblichen Plexiglases umgibt. Eine Eigenheit, die Pate für den umgangssprachlichen Namen des «iceline seetal Sportzenturms Südi» stand. Dieses Kuriosum sorgt für unberechenbare Abpraller des Pucks und eine unvergleichliche Akustik bei Checks, entscheidend für den Heimvorteil ist aber etwas Anderes: die geringeren Masse des Eisfelds, von Spielern als «NHL-Masse» bezeichnet.

Lehre aus Vergangenheit ziehen

Nachdem Seetal am vergangenen Wochenende in Seewen 2:7 unterlag, lautete die erste Reaktion von EHCU-Trainer Dani Hüni: «Typisch – auswärts haben die keine Chance.» Hüni geht das zweite Match der Masterround mit grossem Respekt an. Beim ersten Besuch in Hochdorf lief sein Team ins Messer und war im Startdrittel zum einzigen Mal überhaupt in dieser Spielzeit überfordert. Nach dem 0:3-Rückstand war die Partie für die Limmattaler praktisch gelaufen.

Er baut in der Vorbereitung auf das Match darauf, dass diese Erinnerung seinen Spielern eine Lehre ist. Vielleicht kommt ihm auch das Brauchtum zu Hilfe: Gerüchten zufolge wollten die Seetaler sämtliche Masterround-Spiele unter der Woche bestreiten – wegen der Fasnacht. Vielleicht kriegt Hüni auch einen Tipp seines Amtskollegen Mike Weiss, wie man Seetal schlägt. Weiss’ Wings sind eines von nur zwei Teams, welche die Zentralschweizer bis dato in den letzten zwei Spielzeiten auf deren Eis bezwingen konnten.

Die Wings haben zuletzt beim 4:9 im Derby bewiesen, dass sie trotz der wenig reizvollen Ausgangslage – sie konnten schon vor Beginn der Masterround nicht mehr Erster werden – motiviert sind. Hani Weber und Dino Boner kehren ins Team zurück, ob Marco Birrer nach seiner Oberarmquetschung im Derby spielen kann, ist offen.