7:6, 9:7, 10:7, 7:6. Das sind die Resultate, mit denen Unihockey Limmattal die letzten vier Meisterschaftssiege einfahren konnte. Meist blieb es dabei bis in die Schlussphase spannend und umkämpft. Vor dem Heimspiel gegen das sechstplatzierte Deitingen erhoffte man sich im Limmattaler Lager endlich wieder einmal ein Spiel, indem die Mannschaft ihre Favoritenrolle in einen ungefährdeten, nervenschonenden Sieg ummünzen kann.

Guter Start der Heimmannschaft

Anfangs sah es danach aus, als könnten die Limmattaler den guten Vorsatz in die Tat umsetzen. Bis zur siebten Minute hatte sich UHL bereits einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung erspielt und schien das Geschehen auch in der Folge gut unter Kontrolle zu haben. Der Gegner aus Deitingen hatte hingegen kaum nennenswerte Offensivaktionen vorzuweisen. Erst gut eine Minute vor der ersten Pause kamen sie in Überzahl zum 1:3. Damit waren die Gäste nach den ersten zwanzig Minuten noch gut bedient.

Zwei Unterzahltore zum 6:2

Danach aber änderte sich das Bild je länger, je mehr. Die Limmattaler mussten zur Kenntnis nehmen, dass Deitingen mit dem ersten Treffer neuen Mut gefasst hatte. Gleichzeitig hatten die Limmattaler die Leichtigkeit des ersten Abschnitts und zugleich ihre Linie etwas verloren. Bis zur 36. Minute und dem 4:1 durch Luca Hänni war die Limmattaler Torproduktion eingestellt. Resultatsmässig sah das Ganze noch gut aus, aber auch das sollte sich ändern. Der zweite Deitinger Treffer (39.) war nichts anderes als eine neuerliche Kampfansage der Solothurner an die Adresse der Heimmannschaft.

Heikle Phase im Schlussdrittel

Nach drei Minuten im Schlussdrittel hatte UHL die heikelste Phase zu überstehen. Nach einem Wechselfehler kassierten die Limmattaler eine Zweiminutenstrafe, was UHL-Trainer Lukas Kunz sichtlich in Rage brachte. Sein Team reagierte auf den Ausschluss wesentlich cooler. Mit zwei Unterzahltoren innert 32 Sekunden befreiten sich die Limmattaler unter erschwerten Bedingungen elegant aus der Deitinger Umklammerung. Nach drei Vierteln der Zeit stand es 6:2 und die angestrebte vorzeitige Siegsicherung nahm langsam, aber sicher Formen an.

Sieg erneut in Gefahr

Doch die Limmattaler schafften es erneut nicht, den nun komfortablen Vorsprung mit der Souveränität einer Spitzenmannschaft zu verwalten. Mit je zwei weiteren Zeitminutenstrafen und Gegentoren standen sie sich dabei selbst im Weg. Es benötigte einen weiteren Effort, um den neunten Vollerfolg der Saison nicht noch vollends zu gefährden. Für diesen war vier Minuten vor Schluss UHL-Topskorer Luca Hänni besorgt. Mit seinem fünften persönlichen Treffer an diesem Abend traf Hänni zum 7:4 und besiegelte so den Ausgang der massgeblich von ihm mitgeprägten Partie.

Neuzuzug trifft im ersten Spiel

Zwar kam zur Liste der knappen Siege ein weiterer hinzu. Trotzdem fiel das Limmattaler Fazit am Ende des Spiels durchwegs positiv aus. Neben fünf Toren von Topskorer Hänni und Michael Hunzikers «GameWinningGoal» zum 6:2 (45.) konnte sich auch Neuzuzug Ingmar Penzhorn gleich im ersten Spiel in die Torschützenliste eintragen. Und noch wichtiger: Weil Schwarzenbach gegen Waldenburg mit 9:11 verlor, grüssen die Limmattaler dank dem Erfolg gegen Deitingen wieder von der Tabellenspitze. Somit kann es UHL letztlich auch ziemlich egal sein, wie man die dafür nötigen Punkte eingefahren hat.